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Trainerfrage bei Tennis-Star Alexander Zverev betont: Boris Becker ist in den nächsten Monaten "kein Thema"

Alexander Zverev und Boris Becker 
Alexander Zverev und Boris Becker 
© Dan Peled / AAP / DPA
Alexander Zverev hat für 2021 große Pläne: "Ich möchte in Deutschland eine Person sein, wo die Kinder sagen: 'Wegen dem will ich Tennisspieler werden. Den Zverev finde ich toll.'" Tennis-Legende Boris Becker wird ihn auf diesem Weg in den nächsten Monaten allerdings nicht begleiten.

Deutschlands bester Tennisspieler Alexander Zverev denkt vorerst nicht daran, Boris Becker als neuen Trainer zu verpflichten. Zverev und der Spanier David Ferrer hatten zuletzt ihre erfolgreiche Zusammenarbeit beendet, weil Ferrer während der Corona-Pandemie mehr bei seiner Familie sein wollte. "Wir reden seit Jahren mit Boris. Wir haben einen sehr guten Kontakt. Aber die nächsten Monate ist das kein Thema", sagte Zverev in einem Interview der "Bild am Sonntag" zur Frage, ob Becker endgültig kein Thema mehr sei. Der dreimalige Wimbledonsieger hatte sich zum Ende des vergangenen Jahres von seiner Tätigkeit als deutscher Herrentennis-Chef zurückgezogen und arbeitet weiter als TV-Experte.

Alexander Zverev: "Ich habe David als Trainer geliebt"

Alexander Zverev wird nun wieder von seinem Vater trainiert, sein älterer Bruder Mischa kümmert sich zudem um Management-Angelegenheiten. Der 23 Jahre alte Weltranglisten-Siebte, der sich zur Zeit in Melbourne trotz Quarantäne auf den Saisonstart mit dem ATP Cup und den Australian Open vorbereitet, lobte die Zusammenarbeit mit Ferrer. "Ich habe David als Trainer geliebt. Abgesehen von meinem Vater war er der beste Trainer, den ich je hatte. Wir haben von der Persönlichkeit sehr gut zusammengepasst", sagte der Hamburger über den langjährigen Top-Ten-Spieler.

Für Ferrers derzeitige Entscheidung äußerte der Hamburger Verständnis, eine erneute Zusammenarbeit scheint möglich. "Wir haben für die Zukunft alles offen gelassen", sagte Zverev, der zuvor auch von den einstigen Weltklasseprofis Ivan Lendl und Juan Carlos Ferrero betreut wurde.

Alexander Zverev will außerdem in seiner Heimat präsenter werden. Sein früherer Manager Patricio Apey habe ihn "international gesehen", sagte der 23-Jähre der "Bild am Sonntag". Sein Heimatland "und damit auch der deutsche Markt wurden links liegen gelassen. Das ist aber absurd. Ich bin in Hamburg geboren und aufgewachsen. Deutschland ist meine Heimat", so Zverev.

Vorbildfunktion in Deutschland

Er strebt nach eigenen Worten eine viel stärkere Vorbildfunktion an: "Ich habe nachgedacht und für mich verstanden: Ich bin Deutscher und möchte in Deutschland eine Person sein, wo die Kinder sagen: Wegen dem will ich Tennisspieler werden. Den Zverev finde ich toll."" Deshalb werde er den Fokus "in Zukunft mehr auf Deutschland legen". 

In Deutschland wird in diesem Jahr auch das erste Kind des Tennisstars zur Welt kommen. "Das ist ein ganz besonderes Gefühl für jeden Menschen auf der Welt. Brenda (Alexander Zverevs Ex-Freundin; Anm. d. Red.) und ich werden das ganz gut hinbekommen, egal, wie es mit uns wird. Das wird das Highlight meines Lebens", sagt Alexander Zverev im "BamS"-Interview. Die werdenden Eltern wissen schon, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird, "aber wir haben uns entschieden, es noch nicht zu sagen", so Zverev. Und wie sieht es mit einem Liebescomeback aus? "Niemand kann die Zukunft vorhersagen."

aen DPA

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