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Großer Preis von Indianapolis: Die Welt ist empört

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ITALIEN:

La Gazzetta dello Sport

: "Formel 0. Der Flop von Indianapolis. Reifen-Chaos und nur sechs Autos auf der Strecke. Ferraris Doppelsieg in der Wüste. Aber wehe einer greift Ferrari an. Was kann Ferrari dafür? Nichts! Ferrari hat seine Pflicht getan und triumphiert, während 120 000 Zuschauer das Autodrom verlassen haben in dem Gefühl, man habe einen schlechten Scherz mit ihnen gemacht....Alles wegen des unglaublichen Versagens von Michelin. ... In gewisser Weise ist Bridgestone, das für Ferraris Misserfolge verantwortlich gemacht worden war, als Sieger zurückgekehrt. Das Duell der beiden Reifenkolosse hat zu inakzeptablen Risiken und einer paradoxen Situation geführt: Die schmerzhafteste und unpopulärste Lösung war, seinen technischen K.o. einfach zuzugeben ohne Ausflüchte und Zaudern. Dass Edouard Michelin dies getan hat, verdient Anerkennung."

La Repubblica:

"Schumi gewinnt die Formel Chaos. Die Sicherheit geht vor, aber wie viele Fehler und Schuldige gab es hier? Schlimmer hätte es nicht enden können, dieses Chaos, das Michelin dort veranstaltet hat. Nur Michelin ist schuld, keine geeigneten Reifen nach Indianapolis gebracht zu haben. So verlieren wir die Formel 1. In den USA hat sie ohnehin keine Zukunft mehr."

Corriere della Sera:

"Ferrari siegt in der Wüste. Der Große Preis der USA war eine Farce. Die Formel verkommt zum Zirkus. Die Formel 1 hat einen Riesenflop gelandet. Diese Blamage muss Konsequenzen haben. Diese Formel 1 ist zu einer Formel Reifen geworden, in der den Reifen viel zu viel Gewicht beigemessen wird. Jetzt ist es Zeit, das Steuer herum zu reißen."

Il Secolo XIX:

"Ein Geister-Grand-Prix. Schumacher siegt ohne Gegner. In den USA geht die Formel 1 in die Brüche."

Libertá:

"Schumi gewinnt den lächerlichen Reifenchaos-Grand-Prix in den USA. Ein bitterer Sieg für Ferrari. Die Formel 1 hat ihre Glaubwürdigkeit verloren."

Il Messaggero:

"Ein Albtraum"

L’Unitá:

"Eine 300 km/h schnelle Farce. In Indianapolis geht der Formel 1 die Luft aus den Reifen."

FRANKREICH:

L’Équipe:

"Formel Null. Schumacher hat einsam gesiegt und hat in Indianapolis die Leere ausgefüllt. Die Formel 1 hat unter diesem absurden Schauspiel gelitten. Die Veranstalter der Formel 1 haben sich nicht gescheut, in einer Frage der Sicherheit - die doch alle Kompromisse verdient - keine Einigung zu finden. Wie soll die Saison nach dieser Maskerade weitergehen? Die Frage wird eine Antwort finden müssen, die Zukunft der Formel 1 hängt davon ab."

L’Est Républicain:

"Dieser unglaubliche Vorfall könnte die Formel 1 in Nordamerika unbeliebt machen. Es hätte sicherlich eine Möglichkeit gegeben, das Gesicht zu wahren. Doch in diesem Milieu, das durch Geschäftemacherei verdorben ist, ist man unfähig, sich zu einigen."

Libération:

"Indianapolis im Leerlauf."

Le Figaro:

"Michelin verursacht ein Erdbeben in Indianapolis. Es ist sicher, dass diese Affäre Michelin schwerwiegende Folgen haben wird. Für Michelin taucht das Problem in einem ungünstigen Augenblick auf, weil der Reifenhersteller seit seiner Rückkehr zum Autorennen 2001 mit seinen Partnern keinen Weltmeistertitel erringen konnte."

Libération-Champagne:

"Michelin hat durch seine Warnung die Initiative ergriffen und gleichzeitig ein deutliches Signal für alle Autofahrer gesetzt: Sicherheit geht über alles. Diese Botschaft ist es wert, eine Grand Prix-Veranstaltung zu einem Reinfall werden zu lassen."

La République du Centre:

"Dieses absurde Schauspiel verdankt die Formel 1 ihren ultra-starrsinnigen Organisatoren. Sie sind bereits durch den Krieg der Ausstatter und Zulieferer überfordert, sorgen sich in erster Linie um ihr Geschäft und um die Fernseh- Übertragungsrechte in 150 Länder. Deshalb haben sie diese Parodie eines Rennens zugelassen und dabei das Vorsorge-Prinzip mit Füßen getreten und sich über den Sportgeist hinweggesetzt, weil sie die Rangfolge der Weltmeisterschaft verfälscht haben."

SCHWEIZ:

Neue Zürcher Zeitung:

"Formel 1 verkommt zur Farce. Der Formel- 1-GP in Indianapolis ist zu einem skandalösen Event verkommen."

Basler Zeitung:

"Schumacher siegt - doch keinen interessiert’s. Der Grand Prix der USA ist zu einem der skandalösesten Events der Formel-1-Historie verkommen."

Tages-Anzeiger:

"Sechs Autos mit tauglichen Pneus. Mehr als 120 000 Zuschauer verstanden gestern auf den Tribünen der 280 000 Zuschauer fassenden Indianapolis-Arena die Motorsport-Welt nicht mehr."

Blick:

"Lieber Pfiffe als Tote. Wie teuer ist ein Menschenleben? Formel 1 hat nicht versagt. Trotz TV-Druck spielte man nicht mit dem Leben der Fahrer und sagte Ja zu einem Geisterrennen."

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