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Managerin Sabine Kehm: Michael Schumacher - als Sportler rücksichtslos, als Mensch rheinländisch

Wie es Michael Schumacher geht, braucht man seine Managerin nicht zu fragen, Sabine Kehm beantwortet das grundsätzlich nicht. In einem Interview verrät sie dafür andere Dinge aus dem Leben der Formel-1-Legende.

Michael Schumacher Sabine Kehm

Sabine Kehm und Michael Schumacher beim Großen Preis von Korea 2010

Darüber, wie es Michael Schumacher geht, verliert kein Wort. Wie immer eben. Die Managerin des Formel-1-Superstars schirmt ihren Schützling seit seinem Unfall kategorisch ab. Jede News, jedes Gerücht, jede Spekulation über Schumis Gesundheitszustand wird im besten Fall nicht kommentiert, im schlechtesten Fall gerichtlich verhindert. So auch in ihrem jüngsten Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Die Entscheidung, die Privatsphäre vor der Öffentlichkeit zu schützen, ist in Michaels Interesse getroffen worden. Es ist das Recht der Familie, damit so umzugehen, wie es am besten ist für die Familie".

Der Sportler Michael Schumacher war rücksichtslos

Die ehemalige Journalistin, die sich seit acht Jahren um die Geschicke kümmert, hat im Laufe der Zeit die vielen Gesichter des Rennfahrers kennengelernt. Als Sportler sei er "extrem leidenschaftlich" gewesen. "In manchen Kämpfen gar rücksichtslos" und gnadenlos zu sich selbst, so Kehm. Privat dagegen sei Schumi ein komplett anderer Typ. "Sehr locker, sehr rheinländisch, sehr großzügig, ein guter, verlässlicher, manchmal bis ins Alberne gehende Freund, der Spaß haben wollte."


Der Gewinn der Weltmeisterschaft 2000 in Japan bezeichnet Sabine Kehm als größten gemeinsamen Moment: "Das war der Explosionsgewinn. Da kam so viel raus bei der Mannschaft. Obwohl es schon sein dritter Titel war - es war der wichtigste." Diese WM sei auch für ihn "tollste und entscheidende" gewesen. "Sie hat aus einem erfolgreichen eine ikonische Legende gemacht."

Mick Schumacher wird seinen Weg machen

Auch Schumacher Sohn Mick, für den Kehm ebenfalls als Managerin arbeitet, sieht sie auf dem besten Weg zu einer erfolgreichen Motorsport-Karriere. "Er macht das perfekt, er geht unbeirrt seinen Weg, lässt sich nicht unter Druck setzen und nimmt sich die Zeit, die es braucht, um ein kompletter Rennfahrer zu werden", so Kehm. Der 18-Jährige wechselt in dieser Saison zum Prema Powerteam in die Nachwuchsklasse Formel 3. "Ein sportlich großer Schritt. Die Autos sind nicht mehr weit weg von der Formel 1. Kehm warnt allerdings auch vor zu hohen Erwartungen: "Das erste Jahr ist ein Lernjahr."


nik

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