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Premiere in der Formel 4: Jetzt betritt Schumis Sohn Mick die große Renn-Bühne

Michael Schumachers Sohn Mick steht vor seiner ersten Saison im Formelsport. Wird es der Anfang vom Weg in die Formel 1? Das Medieninteresse gibt einen Vorgeschmack darauf.

Mick Schumacher ist heiß auf seine Formel-4-Premiere

Mick Schumacher ist heiß auf seine Formel-4-Premiere

Zum Medientag des ADAC GT Masters im Jahr 2014 kamen 65 Journalisten. In diesem Jahr dürften es fast doppelt so viele werden. Der Grund ist klar: Mick Schumacher dreht öffentliche Testrunden. Da kommen an diesem Mittwoch in Oschersleben nicht nur Fachjournalisten, sondern auch Fernsehteams. Jeder will sehen, was der kleine Schumacher so kann.

Bislang kurvte der mittlerweile 16-jährige Sohn des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher bei seinen Testfahrten zur neuen Formel-4-Saison in den 160-PS-Turborennwagen praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Rund zwei Wochen vor seinem Renndebüt ist das vorbei.

Details zu Schumachers Zustand gibt es nicht

Für jeden ist der Schritt aus dem Kart- in den Formelsport ein sehr großer und schwer genug. "Bei ihm kommt zur Möglichkeit, die er hat, noch die Extra-Last dazu, mit dem Druck so früh schon umgehen zu müssen", sagte unlängst Sebastian Vettel, viermaliger Formel-1-Weltmeister und guter Freund von Micks Vater Michael. Es ist der Name Schumacher. Der Name, der die Formel 1 prägte wie kein anderer. Der Name, der für Rekorde, Rekorde, Rekorde steht. Für bislang unerreichte sieben WM-Titel und 91 Grand-Prix-Siege.

Es ist aber auch der Name, der für ein Schicksal steht, das seit weit über einem Jahr Menschen weltweit berührt. Seit jenem folgenschweren Sturz beim Skifahren im französischen Méribel am 29. Dezember 2013. Lebensgefahr, schweres Schädel-Hirn-Trauma, monatelanges Koma. Seit September vergangenen Jahres setzt Schumacher seine langwierige Rehabilitation in seiner Schweizer Wahlheimat am Genfer See fort. Im Kreise seine Familie kümmert sich ein mehrköpfiges Team um den 46 Jahre alten, zweifachen Vater. Neben Mick haben Michael Schumacher und seine Frau Corinna noch eine Tochter.

Zuletzt wandte sich die Familie am 13. November 2014 auf der Homepage des siebenmaligen Champions an seine Fans: "Noch immer erreichen uns täglich Genesungswünsche für Michael, und noch immer macht uns das Ausmaß der Anteilnahme sprachlos. Wir können nur immer wieder Danke sagen dafür, dass ihr mit ihm und uns gemeinsam kämpft. Wir bleiben zuversichtlich und hoffen das Beste für Michael." Details zu Schumachers Zustand gibt es weiterhin nicht.

Mick Schumacher soll geschützt werden

Nun tritt sein Sohn auf die Bühne des Formel-Sports. Eine Sonderbehandlung wird er nicht bekommen. "Mick wird wie jeder andere Fahrer behandelt", betonte der ADAC. Ob sich Mick Schumacher in dieser Saison vor Mikrofonen äußern wird, bleibt abzuwarten bis stark anzuzweifeln. Die Familie ist seit jeher um die Wahrung der Privatsphäre bemüht. Nun prasselt auf den Teenager in einer ohnehin sensiblen Lebensphase noch ein großes mediales Interesse ein. Das zeigte schon sein Auftritt im Oktober vergangenen Jahres beim Finale der deutschen Kart-Meisterschaft der Junioren. Als Spitzenreiter angereist, musste der Junioren-Europameister und Vize-Weltmeister den Titel doch noch einem Rivalen überlassen.

"Er ist ein sehr netter und toller Bursche, der sich erst noch entwickeln muss", betonte Mick Schumachers Formel-4-Teamchef Frits van Amersfoort einmal in einem Interview der Zeitung "Die Welt". "Wir wissen natürlich, dass sein Vater siebenfacher Weltmeister ist. Aber ich will unterstreichen, dass Mick seine Zeit brauchen wird, um den Beruf des Rennfahrers zu erlernen." An acht Wochenenden fährt die Formel 4 in diesem Jahr, je drei Rennen stehen dann auf dem Programm. Für den Sohn des erfolgreichsten Piloten der Formel-1-Geschichte werden es nicht nur sportliche Prüfungen auf dem Weg womöglich zu Höherem.

tob/DPA / DPA

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