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Reaktionen: "Große Enttäuschung für alle"

Das geplatzte Comeback von "Formel-1-Gott" Michael Schumacher hat überwiegend Enttäuschung hervorgerufen. Es gibt aber auch Stimmen, die die Absage des siebenfachen Weltmeisters nicht bedauern.

Luca di Montezemolo (Ferrari-Präsident): "Ich bin sehr unglücklich darüber, dass dieses Problem bedeutet, das Michael nicht wieder Rennen fahren kann. In den vergangenen Tagen habe ich mich sehr über seine großartigen Bemühungen gefreut und seine außerordentliche Motivation, die sich auch im Team und unter den Fans in aller Welt weiter verbreitet hat. Seine Rückkehr wäre zweifellos gut für die Formel 1 gewesen, und ich bin sicher, er hätte wieder um Siege kämpfen können. Im Namen von Ferrari und allen Fans danke ich ihm für seine starke Bindung zum Team, die er unter diesen Umständen demonstriert hat."

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug: "Eine große Enttäuschung für alle, die sich auf Michaels Comeback gefreut haben. Aber die Gesundheit geht vor - das ist klar", sagte Haug. "Es war von Anfang an klar, dass die medizinische Untersuchung entscheidend sein wird", meinte Haug.

Willi Weber (Manager von Michael Schumacher):

"Es ist sehr schade. Ich habe mich sehr auf das Comeback gefreut. Aber die Gesundheit geht vor. Michael war total fit, das wäre kein Problem gewesen. Aber nach den ersten Testrunden gab es keine Verbesserung im Bereich der Nackenmuskulatur. Er konnte allenfalls ein Drittel des normalen Trainingspensums in diesem Bereich absolvieren. Der Motorradunfall im Februar war schließlich der schwerste Unfall, den Michael in seiner Motorsportkarriere hatte."

Sebastian Vettel:

"Michael wird wissen, war er macht."

Lewis Hamilton (Formel-1-Weltmeister):

"Ich war erfreut über die Möglichkeit von Michaels Rückkehr in die Formel 1. Er ist einer der größten Wettkämpfer, eine Legende. Es wäre eine Ehre und ein Privileg gewesen, gegen ihn zu fahren. Die ganze Welt hätte seine Rückkehr ins Cockpit verfolgt."

Christian Danner (Ex-Rennfahrer):

"Mit einem gebrochenen Halswirbel ist nicht zu spaßen. Es wäre unverantwortlich gegenüber sich selbst, wenn Michael Rennen fährt, obwohl er nicht hundertprozentig fit ist. Daher war es eine vernünftige Entscheidung. Das Thema ist aber sicher nicht für alle Zeiten erledigt. Michael wird weiter hart trainieren, die Chance auf Heilung ist gegeben. Vielleicht fährt er jetzt in Monza, das passt doch auch ganz gut."

Ralf Schumacher:

"Sehr schade für alle, die sich auf Michaels Comeback gefreut hatten, aber die Entscheidung ist rundherum zu akzeptieren", sagte der Bruder von Micheal Schumacher "Es ist absolut klar, dass ein belastender Formel-1-Einsatz nicht möglich ist, wenn der gesundheitliche Zustand dies nicht zulässt."

Jochen Mass (Ex-Formel-1-Pilot):

"Ich bin nicht unglücklich darüber. Denn das Risiko, dass er als Verlierer aus dieser Geschichte hervorgeht, war relativ groß. Ich bin erleichtert, dass es nicht soweit gekommen ist."

Adrian Sutil:

"Sehr schade für alle Fans und auch für die Formel 1. Die Euphorie und Vorfreude war groß und wir alle haben uns auf ihn gefreut", sagte der Rennfahrer aus dem bayrischen Gräfelfing, nachdem Schumacher bekanntgegeben hatte, aus gesundheitlichen Gründen nicht als Ersatzmann für Ferrari-Pilot Felipe Massa zur Verfügung zu stehen. Schumacher sei ein Profi und mache keine Kompromisse. "Wenn er nicht 100 Prozent fit ist, lässt er es lieber", meinte Force-India-Fahrer Sutil.

DPA

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