HOME

Fußball-Wettskandal: Ex-Profi Cichon gesteht Spielmanipulation

Ex-Profi-Fußballer Thomas Cichon hat vor Gericht Spielmanipulation zugegeben. Er gestand, nicht mit voller Kraft gespielt zu haben - dafür wurden ihm Spielschulden erlassen.

Der ehemalige Bundesliga-Profi Thomas Cichon hat sich von der Fußball-Wettmafia bestechen lassen. Das hat der 37-Jährige am Mittwoch vor dem Bochumer Landgericht gestanden. Nach eigenen Angaben wurden ihm von dem Besitzer eines Wettbüros 20.000 Euro Spielschulden erlassen.

Im Gegenzug habe er als Spieler des Zweitligisten VfL Osnabrück in der Begegnung gegen den FC Augsburg am 17. April 2009 nicht mit voller Kraft und Konzentration gespielt. Augsburg hatte die Partie mit 3:0 gewonnen. Die Richter haben Cichon bereits zugesagt, dass er mit maximal elf Monaten Haft auf Bewährung rechnen müsse.

Weitere Geständnisse angekündigt

Cichon ist der erste ehemalige Bundesligaprofi, der sich nach dem Wettskandal vor Gericht verantworten muss. Er selbst hat sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Cichon, der in der ersten Liga beim 1. FC Köln unter Vertrag stand, ist wegen der Manipulationsvorwürfe noch bis Juli 2015 gesperrt.

Neben Cichon müssen sich drei ehemalige Regionalligaspieler vor dem Bochumer Landgericht verantworten. Auch sie sollen Geld von der Wettmafia erhalten und im Gegenzug Spiele verschoben haben. Zwei von ihnen, die damals beim SC Verl unter Vertrag standen, haben ebenfalls Geständnisse angekündigt. Ein ehemaliger Torwart des FC Bayern Alzenau will sich vorerst zurückhalten.

mka/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity