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"Kanonen"-Versteigerung: Bei 600.000 Euro war Schluss

Kurz vor Auktions-Ende hat Ebay die Versteigerung von Ailtons Torjäger-Kanone beendet und reagierte damit auf eine Verfügung des Torjägers. Nun droht der Trophäen-Anbieter, Ailtons Ex-Berater, mit "juristischen Schritten".

Das Internet-Auktionshaus Ebay hat die Versteigerung der Torjäger-Kanone von Ailton 80 Minuten vor dem Ende abgebrochen. Das Höchstgebot für die Trophäe des brasilianischen Fußball-Profis betrug zu diesem Zeitpunkt knapp über 600.000 Euro. Werner Helleckes, Ailtons Ex-Berater, hatte die Kanone zum Kauf angeboten. Nach seiner Darstellung schuldet ihm Ailton über 200.000 Euro.

Grund für den Abbruch der Versteigerung ist eine Einstweilige Verfügung, die Ailton beim Landgericht Köln gegen Helleckes erwirkt hat. Darin wird dem Ex-Manager des einstigen Bundesliga-Stürmers untersagt, "die Torjäger-Kanone zum Verkauf anzubieten, zu veräußern oder in anderer Weise darüber zu verfügen". In der Erklärung des Auktionshauses heißt es weiter: "Ebay unterstützt in keiner Weise den Verkauf von Waren, deren Eigentumsverhältnisse nicht geklärt sind."

Helleckes ist über das Vorgehen des Unternehmens verärgert und plant juristische Schritte: "Ich werde einen Anwalt einschalten und Ebay auf Schadensersatz in Höhe der entgangenen 600.000 Euro verklagen. Ailton hat dann vielleicht Glück, dass er seine Kanone behalten kann und das Geld bekommt", sagte der 60-Jährige der Nachrichtenagentur.

Der Immobilien-Makler und Steuerberater sagte, dass "Ailton an Eides statt versichert hat, keine Schulden zu haben". Nur so könne eine Einstweilige Verfügung erwirkt werden, sagte Helleckes. Ailton, der in der Bundesliga für Werder Bremen, Schalke 04 und den Hamburger SV spielte, steht derzeit bei Grasshoppers Zürich unter Vertrag.

DPA / DPA
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