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1. Bundesliga Jürgen Klopp im Interview - Rote Karte war nicht berechtigt


Der Platzverweis gegen Mario Götze erhitzt nicht nur die Gemüter der Fans, sondern spaltet auch die Meinungen. Hat der BVB-Mittelfeldspieler nachgetreten oder ist er nur hängen geblieben? Trainer Jürgen Klopp übte Kritik am Schiedsrichter und forderte neue Richtwerte.

Der Deutsche Meister ließ schon wieder Punkte liegen. In einem hochkarätigen Spiel gegen Leverkusen fielen zwar keine Tore, dennoch gab es umstrittene Szenen. Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nahm im Interview Stellung zur Roten Karte für Götze, dem Spiel und Mats Hummels.

Wie bewerten Sie das 0:0 in Leverkusen?

Klopp: Es war alles dabei - bis auf Tore. Doch selbst die waren dabei, sind aber nicht gegeben worden. Es war ein leistungsgerechtes Unentschieden mit Vorteilen für Leverkusen in den ersten 45 Minuten. In der zweiten Spielhälfte hatten wir gute Möglichkeiten - schon vor der Roten Karte für Michal Kadlec.

Und die Rote Karte für Mario Götze?

Klopp: Sie war nicht berechtigt. Hanno Balitsch zieht sein Bein hoch und das von Götze mit. Es sieht zwar so aus, als ob er nachtritt. Man sollte auch die Persönlichkeit eines Spielers berücksichtigen. Ich habe schon viel schlimmere Dinge im Fußball gesehen.

Wie bewerten Sie die Leistung von Schiedsrichter Wolfgang Stark?

Klopp: Er ist wahrscheinlich nicht Weltklasse gewesen.

Was sagen Sie zu der umstrittenen Szene zwischen Götze und Balitsch?

Klopp: Mario ist der letzte, der nachtreten würde. Wolfgang Stark hat sich anscheinend bemüßigt gefühlt, uns dabei zu helfen, Götze auf dem Boden zu halten. Seit seinem 13. Lebensjahr wird Götze in harte Zweikämpfe verwickelt und hat nicht einmal nachgetreten. Warum sollte er heute damit anfangen?

Also eine Konzessionsentscheidung von Stark, weil er zuvor Mats Hummels wegen eines mit Freistoß geahndeten Fouls nicht vom Feld schickt?

Klopp: Nach meiner Meinung war das kein Foul an Renato Augusto, weil er sein Bein stehen lässt und einhakt. Wenn Herr Stark aber auf Foul entscheidet, dürfen wir uns nicht beschweren, wenn Mats fliegt.

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