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2. BUNDESLIGA: St. Pauli beurlaubt Trainer Demuth

Nach dem katastrophalen Start in die neue Saison hat Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli die »Notbremse« gezogen und seinen Cheftrainer Dietmar Demuth beurlaubt.

Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli hat nach dem katastrophalen Start mit der 0:4-Auftaktpleite in Frankfurt und der 1:4-Heimniederlage am Sonntag gegen den LR Ahlen die »Notbremse« gezogen und - seinen Cheftrainer Dietmar Demuth »mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden«. So hieß es in der vom Präsidium am Montagabend herausgegeben sechszeiligen Pressemitteilung, in der der Club für den Dienstag zu einer Pressekonferenz lud.

Joachim Philipkowski übernimmt

Es ist damit zu rechnen, dass schon am Freitag beim starken Aufsteiger VfB Lübeck (6 Punkte) Co-Trainer Joachim Philipkowski auf der Bank sitzen wird. Der neue sportliche Leiter, Franz Gerber, könnte ihm assistieren, Trainer aber will er nicht werden. »Nein, das ist ausgeschlossen«, sagte Gerber, der in dieser Woche intensive Gespräche mit den Spielern führen will.

Stimmung auf dem Tiefpunkt

Schon am Sonntag war die Stimmung auf dem Hamburger Kiez auf dem Tiefpunkt. Die treuen Fans forderten die Ablösung von Demuth. »Wir bleiben ganz ruhig und werden uns intern beraten«, hatte Präsident Reenald Koch auf die Trainer-Frage reagiert. Für die Erstliga-Saison hatte er Demuth für unantastbar erklärt, jetzt aber gelten die Gesetze des Profi-Geschäfts.

Traumatischer Abstieg

»Ich glaube, die Mannschaft hat das traumatische Erlebnis des Abstiegs aus der ersten Liga nicht verarbeitet«, sagte Gerber und warnte: »Es hat schon viele negative Beispiele von Vereinen gegeben, die sich nach dem Abstieg plötzlich ganz unten wieder gefunden haben.« Neben einem Wechsel auf der Trainerbank sollen in dieser Woche noch ein oder zwei Spieler verpflichtet werden.

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