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Im Bundesliga-Topspiel: "Steh auf, du Sau!": Schalke-Fans verhöhnen verletzten Linienrichter

Nur sie selbst wissen, was sie da geritten hat: Einige Schalke-Fans haben sich im Topspiel gegen Hoffenheim äußerst unfair verhalten - obwohl ihr Team auf der Siegerstraße war. Das Opfer: Linienrichter Robert Schröder.

Schalke-Fans - Linienrichter Robert Schröder

Einige Schalke-Fans präsentierten sich im Spiel gegen Hoffenheim von der unfairen Seite (Symbolbild)

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Über die Leistung des Schiedsrichter-Gespanns kann man als Fußball-Fan durchaus geteilter Meinung sein. Im Falle eines Sieges rücken im Spiel getroffene Entscheidungen meist schnell in den Hintergrund. Verliert das eigene Team aber, muss der Referee nicht selten als Sündenbock herhalten. Umso mehr sorgte das Verhalten einiger Schalke-Fans am Samstagabend für Empörung im Netz.

2:0 lagen die Königsblauen gegen Hoffenheim bereits nach 28 Minuten in Front, das Team um Trainer Domenico Todesco hatte die Partie im Griff. Es gab eigentlich also keinen wirklichen Grund, gegenüber Spielleiter Benjamin Brand oder dessen Kollegen neben dem Spielfeld Groll zu hegen. Und doch kam es in Halbzeit zwei zu einer unschönen und vor allem unfairen Geste von Teilen des Schalker Anhangs. Das Opfer: Linienrichter Robert Schröder.

Einige Schalke-Fans vergessen ihre Kinderstube

Schröder war in der 48. Minute an der Seitenlinie umgeknickt und blieb zunächst am Boden liegen. Betreuer beider Teams eilten zu ihm, wollten helfen. Für Schröder jedoch war die Partie vorbei, er musste durch den vierten Offiziellen Guido Kleve ersetzt werden. Es war der Moment, als angesprochene S04-"Fans" ihre gute Kinderstube vergaßen. "Steh auf, du Sau" hallte es von der Tribüne, später folgten "Scheiß-DFB"-Rufe, ehe Schröder mit sarkastischen "Auf Wiedersehen"- und "Du kannst nach Hause fahren"-Sprechchören versehen wurde, als er in Richtung Kabine humpelte. 

schalke - linienrichter robert schröder

Für Linienrichter Robert Schröder (4. v. r.) war die Partie frühzeitig zu Ende

Getty Images


Im Netz stieß das geschmacklose Verhalten auf Unverständnis, wie diese Twitter-Reaktionen beispielhaft zeigen:


Sauer wegen nicht gegebenem Tor?

Was die Schalke-Fans letztlich dazu bewog, Schröder derart zu verhöhnen, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Vielleicht waren sie noch sauer, weil Schiri Brand zu Beginn ein Tor von Embolo nach Absprache mit dem Video-Assistenten doch noch aberkannt hatte. Als Entschuldigung für die Entgleisung allerdings reicht aber selbst das nicht aus.

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