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Erste Bundesliga: Gladbach kann's doch noch – Hertha BSC krönt überragende Hinserie

Hertha BSC Berlin bleibt nach dem 2:0 gegen Mainz das Überraschungsteam der Hinrunde und darf weiter aufs internationale Geschäft hoffen. Am Abend fand auch Borussia Mönchengladbach gegen Darmstadt zurück in die Erfolgsspur.

Spieler von Borussia Mönchengladbach beim Jubeln

Geht doch: Nach zwei herben Niederlagen in der Liga und im Pokal gelang Mönchengladbach ein versöhnlicher Abschluss der Hinrunde

Borussia Mönchengladbach hat am Ende eines turbulenten Fußball-Jahres große Moral gezeigt und mit einer Energieleistung noch den Sprung auf einen Champions-League-Platz geschafft. Gegen Aufsteiger Darmstadt 98 kam das Team von Chefcoach André Schubert in Unterzahl am Sonntagabend zu einem 3:2 (1:1). Marcel Heller (28.) und Sandro Wagner (67.) hatten in einem kampfbetonten Bundesligaspiel die Tore für die Hessen erzielt. Erst als Borussen-Kapitän Granit Xhaka (39.) mit Rot vom Platz musste, kamen die Hausherren besser ins Spiel. Vor 53.610 Zuschauern gelang Lars Stindl (44.) der Ausgleich, dem Norweger Havard Nordtveit (51.) die Führung und dem Schweden Oscar Wendt der umjubelte Siegtreffer.

Die Unsicherheit nach der 0:5-Klatsche in Leverkusen und dem Pokal-Aus war der Borussia anzumerken. Der zum Chefcoach beförderte Schubert hatte extra seinen grünen Glückspullover aus dem Kleiderschrank geholt. Doch das brachte zunächst nicht viel. Der Aufsteiger, der am letzten Spieltag beim 0:4 gegen Hertha ebenfalls die höchste Saison-Niederlage kassiert hatte, versteckte sich in Gladbach nicht. 

Xhaka verliert die Nerven

Fünf Tage nach der achtbaren 0:1-Niederlage im DFB-Pokal bei Bayern München hatte 98-Coach Dirk Schuster sein Team auf drei Positionen verändert. Bei Gladbach rückt nur Nico Elvedi für Mo Dahoud in die Startelf. Ausgerechnet Elvedi war es, der ein Kopfball-Duell gegen Wagner nach einem Einwurf verlor. Der Darmstadt-Stürmer verlängerte gekonnt und dann war keiner schneller als Heller. Mit einem satten Schuss ließ der 29-Jährige Yann Sommer im Borussen-Tor keine Chance. So hatte sich der Schweizer sein 50. Bundesligaspiel nicht vorgestellt.

Danach verlor Xhaka die Nerven, trat im Mittelfeld gegen Peter Niemeyer nach. Zum dritten Mal in dieser Saison musste der Borussen-Kapitän damit vorzeitig vom Feld. Stark präsentierte sich in dieser Szene das Schiedsrichter-Gespann. Referee Benjamin Brand hatte das Foul zunächst nicht gesehen, sein Assistent zeigte ihm die Tätlichkeit an. Dann gab es Rot. Niemeyer, der provoziert hatte, bekam Gelb. 

Gladbach plötzlich wie ausgewechselt

In Unterzahl spielte Gladbach dann wie befreit auf. Mit einem schönen Schlenzer aus 18 Metern in die Ecke gelang Stindl der Ausgleich. Es war das zwölfte Pflichtspieltor für den ehemaligen Hannoveraner in dieser Saison. Nach dem Wechsel sah dann zunächst alles nach einem Heimsieg aus, doch dann war es Wagner, der die Hausherren aus allen Träumen riss. Völlig freistehend traf er per Kopf aus fünf Metern. Doch dann kam Wendt und Gladbach durfte wieder jubeln.

Berlins Salomon Kalou bejubelt seinen Treffer zum 2:0 gegen Mainz 05

Deckel drauf: Berlins Salomon Kalou bejubelt seinen Treffer zum 2:0 gegen Mainz 05

Hertha BSC feiert wahrlich frohe Weihnachten

Bereits am Nachmittag hatte die Berliner Hertha, das Überraschungsteam der Hinrunde, mit einem 2:0 (1:0)-Sieg zum Hinrunden-Abschluss gegen den 1. FSV Mainz 05 den Platz in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga zementiert. Vladimir Darida (34. Minute) und Salomon Kalou (54.) sorgten am vierten Advent mit ihren Toren für den bereits zehnten Saisonsieg - in der gesamten Vorsaison hatte Hertha BSC nur ganze neun "Dreier" geschafft. 32 Punkte sind die zweitbeste Halbserien-Ausbeute der Berliner nach dem Spieljahr 2008/09 (33).

Bei frühlingshaften Temperaturen kam Hertha gleich zu Beginn zu Chancen. Der Japaner Genki Haraguchi rutschte knapp an einer Eingabe des starken Marvin Plattenhardt (2.) vorbei. Danach rettete Mainz-Verteidiger Daniel Brosinski in letzter Sekunde vor Salomon Kalou (14.). John Anthony Brooks köpfte nach Ecke über das Mainzer Tor (16.). Vedad Ibisevic setzte den Ball nur knapp neben den Pfosten (24.), bevor FSV-Innenverteidiger Stefan Bell nochmals in höchster Not klärte.

Darida narrt Mainz' Bungert

Schließlich belohnte Darida, der zuletzt schon beim 2:0-Pokalerfolg der Berliner beim Zweitligisten Nürnberg getroffen hatte, die Bemühungen der Dardai-Elf. Nach feinem Zuspiel von Ibisevic narrte der tschechische Nationalspieler Niko Bungert und knallte den Ball aus 16 Metern zu seinem dritten Saisontor ins linke untere Eck. Yunus Malli verhinderte auf der eigenen Torlinie gegen Hertha-Abwehrchef Sebastian Langkamp die Vorentscheidung schon vor der Pause.

Erst nach dem Rückstand versuchten die zu vorsichtig operierenden Gäste, zu eigenen Offensivaktionen zu kommen. Das Tor von Hertha-Keeper Rune Jarstein, der seinen Vertrag gerade bis 2019 verlängert hat, geriet aber praktisch nie in Gefahr. Im Gegenteil: Jetzt eröffneten sich Räume für schnelle Gegenzüge der Herthaner. Einen davon nutzte Herthas effektives Angriffs-Duo perfekt: Ibisevic spielte den Ball wunderbar in den Raum; Kalou ließ wieder Bungert alt aussehen und traf diesmal perfekt ins rechte untere Eck.

Kalou feiert neunten Saisontreffer

Stolz feierte der Ivorer seinen bereits neunten Saisontreffer an der Eckfahne. Die Hertha-Fans sangen inbrünstig vom Europacup. Als die Berliner vor sieben Jahren unter Coach Lucien Favre und mit dem damaligen Profi Dardai ebenfalls eine Traum-Hinrunde mit Platz drei hingelegt hatten, spielten sie bis zum Ende sogar um Meisterschaft und Champions-League-Teilnahme mit - und wurden dann Vierter.

mod / DPA

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(