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Medienbericht: Bomben gegen BVB zündeten offenbar zu spät

Laut einem Medienbericht sind die BVB-Spieler nur knapp einer noch größeren Katastrophe entkommen. Wären die Splitterbomben nur eine Sekunde früher explodiert - es hätte womöglich Tote gegeben.

Spuren der Explosion am BVB-Mannschaftsbus

Zersplitterte Scheiben: Diese Schäden entstanden an der Außenseite des BVB-Mannschaftsbusses.

Einem Medienbericht zufolge sind die Spieler und Betreuer von Borussia Dortmund bei dem Anschlag auf ihren Mannschaftsbus nur knapp einer größeren Katastrophe entkommen. Laut "Bild am Sonntag" hätte es, wenn die Detonation auch nur eine Sekunde früher erfolgt wäre, für die Spieler erheblich schlimmer ausgehen können. Die Zeitung beruft sich dabei auf Sicherheitskreise. Sie zitiert einen Ermittler der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) "Pott" des Bundeskriminalamtes mit den Worten: "Wären die Splitterbomben nur eine knappe Sekunde früher gezündet worden, hätte der Bus eine regelrechte Breitseite bekommen. Es hätte dann bestimmt viele Schwerverletzte und möglicherweise auch Tote gegeben.“

"Glück, dass nichts Schlimmeres passiert ist"

Bereits einen Tag nach der Tat hatte auch die Generalstaatsanwaltschaft in einem Statement klar gemacht, dass die Spieler in ernster Gefahr geschwebt hatten. Bei den Sprengsätzen soll es sich um Splitterbomben handeln. Laut Bundesanwaltschafts-Sprecherin Frauke Köhler waren sie mit Metallstiften bestückt, die durch die Detonation herausgeschleudert wurden. Die Wucht reichte aus, damit sich einer der Stifte in die Kopfstütze eines Sitzes im BVB-Bus bohrte. "Wir können also von Glück sagen, dass nichts Schlimmeres passiert ist", stellte Köhler fest.

Vor dem Champions-League-Viertelfinale des BVB gegen den AS Monaco waren am Dienstagabend drei Sprengsätze in der Nähe des Mannschaftsbusses des Fußball-Bundesligisten explodiert. Die Spieler hatten sich gerade auf dem Weg zur Partie befunden. Bei dem Angriff wurden ein Polizist und der BVB-Fußballer Marc Bartra verletzt. Der Verteidiger musste operiert werden, konnte das Krankenhaus am Samstag aber wieder verlassen. Am Tatort wurden Bekennerschreiben gefunden, an deren Echtheit die Polizei aber erhebliche Zweifel hat. Noch immer ist unklar, wer für den Anschlag verantwortlich ist und welches Motiv die Täter verfolgten. Am Samstag tauchte ein weiteres Bekennerschreiben auf, in dem Rechtsextreme die Tat für sich beanspruchten.


car

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