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Dortmund-Wahnsinn gegen Malaga: Grenzerfahrung für die Hochbegabten

Borussia Dortmund erreicht nach zwei Toren in der Nachspielzeit das Halbfinale der Champions League. Doch das Team zeigt erstmals Nerven. Für den Titel reicht es in dieser Saison wohl noch nicht.

Von Maximilian Koch, Dortmund

Völlig abgekämpft saß Jürgen Klopp auf dem Podium des Dortmunder Presseraums. Die Haare zerzaust, ein müder Blick, der vorbei an allen Zuhörern ins Leere abschweifte. Der Coach der Borussia sah aus, als habe er selbst 90 Minuten mitgemacht an diesem Abend. Dabei war es eigentlich nur ein langer Sprint gewesen, den Klopp hinter sich gebracht hatte. Sekunden nach dem Abpfiff war das, als der schottische Schiedsrichter Craig Thomson dieses denkwürdige Spiel beendet hatte und die Dortmunder dank zweier Treffer in der Nachspielzeit doch noch ins Halbfinale der Champions League eingezogen waren.

Zugegeben: Es war ein gewaltiger Sprint von Klopp. Zunächst steuerte er die Gegengerade an. Doch als er bemerkte, dass da gar keiner seiner Spieler zu finden war, stoppte er und änderte die Richtung. Nach rechts bog Klopp ab, 60 Meter bis zum Dortmunder Strafraum, wo die Borussen bereits den Siegtorschützen Felipe Santana unter sich begraben hatten. Die Spitze des Haufens visierte Klopp an. Dann war der Jubellauf beendet. Und Klopp war mittendrin in der schwarz-gelben Traube.

Wahrscheinlich hätte der BVB-Coach auch ohne diesen Sprint so ausgesehen, wie er aussah. Er hatte ein Spiel erlebt, für das alle - auch Klopp - nur ein Wort übrig hatten: "Wahnsinn". Bis in die letzte Spielminute sah es danach aus, als würde die so beeindruckende Champions-League-Saison der Dortmunder ein Ende finden. Der Treffer des eingewechselten Eliseu (82.) brachte den FC Malaga 2:1 in Führung. Nach dem 0:0 im Hinspiel hätte das zum Weiterkommen gereicht. Doch als keiner mehr damit rechnete, drehten Marco Reus (90./+1) und Felipe Santana (90./+2) die Partie und brachten die Westfalen erstmals seit 15 Jahren unter die besten vier Mannschaften Europas. "Es war unser schlechtestes Champions-League-Spiel", gab Klopp unumwunden zu. "Doch man muss auch mal Glück haben."

In der Anfangsphase nervös und unkonzentriert

Das hatte sein Team an diesem Abend zu genüge. Niemand hätte sich beschweren dürfen, wenn der Gast aus Spanien das Halbfinal-Ticket gebucht hätte. Gerade in der Anfangsphase wirkte der deutsche Meister der vergangenen beiden Jahre nervös und unkonzentriert. Es fehlte die Sicherheit im Passspiel, zudem wurde sich im Mittelfeld nicht gut bewegt. Das Dortmunder Publikum hatte ein feines Gespür für diese Situation: Schon nach zehn Minuten erhob sich fast das gesamte Stadion, um das Team anzufeuern. Doch auch danach wurde es nicht besser. Der Halbzeitstand von 1:1 nach den Treffern von Joaquin (25.) und Robert Lewandowski (40.) war leistungsgerecht. Malaga hatte keine große Mühe, die Borussia vom eigenen Tor fernzuhalten. "Man hat gesehen, dass meine Spieler unbedingt in die nächste Runde wollten", versuchte Klopp die Nervosität zu erklären. "Das war heute alles andere als locker."

Genau diese Lockerheit, verbunden mit dem gefürchteten Pressing, hatte Dortmund in dieser Saison bisher so stark gemacht. Alle vier Heimspiele wurden gewonnen, die "Todesgruppe" mit Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam entschied der BVB souverän für sich. Doch gegen Malaga war davon fast nichts zu sehen. "Wir waren noch nie so leicht zu verteidigen wie heute", sagte Klopp. Weil sich die Andalusier taktisch geschickt verhielten und das Mittelfeld nach Ballverlust umgehend verdichteten. Und weil Dortmund nie zu seiner gewohnten Ballsicherheit fand. Die Ausgangslage, mit einem Sieg endgültig zur "Creme des europäischen Fußballs" zu gehören, wie es Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vor dem Spiel formuliert hatte, schien das junge Team eher zu lähmen statt zu beflügeln. "Der Gegner hat sich taktisch gut verhalten", analysierte Klopp treffend, "doch die Hauptprobleme lagen auf unserer Seite."

Auch die spanischen Fans feiern Klopp-Elf

Dass es am Ende trotzdem mit dem Semifinale klappte, hatte die Borussia auch dem Schiedsrichter zu verdanken. Vor dem 3:2 übersah der Schotte Thomson gleich zwei Abseitssituationen. Malaga-Coach Manuel Pellegrini hatte dazu eine klare Meinung: "Der Schiedsrichter war nach dem 1:2 nicht mehr auf dem Platz." Die Spanier regten sich fürchterlich über den Unparteiischen auf - und vergaßen dabei, dass auch Eliseu beim zwischenzeitlichen 1:2 im Abseits gestanden hatte. Wesentlich fairer zeigten sich die mitgereisten Fans Malagas. Der Schock der späten Gegentreffer war bereits wenige Sekunden nach dem Schlusspfiff großem Stolz gewichen. Die Anhänger beklatschten den Auftritt ihrer Mannschaft, feierten sie minutenlang. Als dann die Dortmunder vor der Südkurve feierten, stimmten auch die Spanier in den Jubel ein und offenbarten der Klopp-Elf damit ihren Respekt. Eine tolle Geste, die diesem denkwürdigen Abend einen passenden Rahmen gab.

Für Borussia Dortmund stehen in dieser Saison mindestens zwei weitere Feiertage in der"Königsklasse" an. Die "wunderbare Geschichte", von der Klopp immer wieder spricht, sie geht weiter. Auch wenn die Auseinandersetzung mit Malaga gezeigt hat, dass der ganz große Wurf für das Dortmunder Team wohl erst in den kommenden Jahren zu landen ist.

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Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?
  • Maximilian Koch