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Spanien - Italien: Weltmeister der großen Töne

Die Zuversicht des Weltmeisters Italien wächst, den Titel-Triumph zu wiederholen. Selbst das Fehlen der gesperrten Mittelfeldstars Pirlo und Gattuso stört die Italiener nicht. Im Gegenteil: Die Ansagen an den Gegner lassen an Deutlichkeit jetzt schon nichts zu wünschen übrig.

Von Frank Hellmann, Oberwaltersdorf

Man weiß ja, dass Handballer in der Regel gute Fußballer sind. Denn nichts tut ein Handballer im Training lieber, als Fußball zu spielen. Ist das umgekehrt auch der Fall?

Wer dieser Tage die Fußball-Weltmeister der italienischen Nationalelf beim Training in Maria Enzersdorf besichtigt, der kommt um den Eindruck nicht umhin: Hinter Weltstars wie Andrea Pirlo oder Alessandro del Piero verbirgt sich auch das eine oder andere handballerische Talent. Denn regelmäßig trägt es Nationaltrainer Roberto Donadoni den Seinen im Training auf, den EM-Spielball Marke Europass allein mit den Händen weiterzuspielen.

Der kleine Unterschied zum richtigen Handball: Tore werden nicht per Sprungwurf erzielt, sondern sind ausnahmslos per Kopf erlaubt. Weil diese Übung ständiger Bestandteil des Spaßbetriebs ist, haben es einige Stars auf einen recht geschickten Umgang gebracht - vor allem Luca Toni bereitet dieses handliche Spielchen stets eine helle Freude, wobei der Torjäger - wie soll es anders sein - vorrangig den Vollstrecker ohne Handarbeit gibt. Erst wenn ihm ein (Kopfball-)Tor gelungen ist, reißt er die Hände in die Höhe und jubelt lautstark.

Luca Toni mit Oberlippenbart

Man darf auch diese kleinen Gesten als gutes Zeichen werten: Toni und Kollegen sind voller Vorfreude auf das letzte und besonders brisante Viertelfinale am Sonntag in Wien gegen Spanien (20.45 Uhr). "Wir wollen Geschichte schreiben und nach dem WM-Sieg auch Europameister werden", betont der 31-Jährige, der seit 416 Minuten im Nationaltrikot auf einen Treffer wartet. "Gegen Spanien mache ich mein erstes Tor", verkündete der Torjäger, der die Tage von seiner Verlobten Marta Cecchetto Besuch bekam und zum Stadtbummel in die Donaumetropole aufbrach. Aus Aberglauben lässt sich der Bayern-Star, der für die Münchner immerhin 39 Tore in 46 Pflichtspielen erzielte, nun noch einen Oberlippenbart stehen. Vielleicht hilft's. "La Gazetta dello Sport" hat ihn vorsichtshalber schon mal als Matador gefeiert, der die Spanier besiegt.

Es gilt ja mit allen erdenklichen Methoden irgendwie den Kopf frei zu kriegen, die Blockade zu lösen. "Wir brauchen jetzt Tonis Tore", weiß der verletzte Kapitän Fabio Cannavaro. Der Abwehrstar schuftet in einem weißen Zelt hinter dem Stadion in der Wiener Südstadt für sein Comeback in ferner Zukunft und betätigt sich ansonsten in der Gegenwart als Mut- und Muntermacher seiner Kameraden.

Donadonis Schlag gegen Spanien

Dreimal will die "Squadra Azzurra" noch im Ernst-Happel-Stadion auftreten, und dann hätte sich das feudale Quartier in der Schlossresidenz Weikersdorf in Baden bei Wien auch wirklich ausgezahlt. Bislang waren die Italiener - genau wie der deutsche Tross - nämlich immer gezwungen, zu den Gruppenspielen in der Schweiz mit eigenen Charterflügen an- und nächtens noch zurückzureisen. Nun genügt keine halbe Stunde Busfahrt bis zum Stadion - ideale Voraussetzungen für den avisierten Durchmarsch bis ins Endspiel?

Die Nähe zu Wien schürt indes nicht allein die Zuversicht. Die Protagonisten in azurblau hinterlassen einen extrem selbstbewussten Eindruck, wenn sie im italienischen Medienzentrum "Casa Azzurri", einer umfunktionierten österreichischen Bettfedernfabrik, Rede und Antwort stehen. Und das, obwohl sie in drei Gruppenspielen unter dem Strich alles anders als überzeugend agierten, geschweige denn eine eigene Spielidee vermittelten. Aber was soll's? "So wie wir Frankreich einen Schlag versetzt haben, werden wir es auch mit Spanien machen", versprach Trainer Roberto Donadoni. Das hört die grün-weiß-rote Seele gern. Derzeit sind die Stimmen, die unaufhörlich die Entlassung des angeblichen überforderten 44-Jährigen fordern, merklich leiser geworden.

Römisches Mittelfeld-Triumvirat

Dabei hat der Nationaltrainer noch eine ganz schwierige Aufgabe zu lösen. Wie will sein Ensemble eigentlich damit fertig werden, dass mit Gennaro Gattuso und Andrea Pirlo das Herz und das Hirn des Mittelfeldes gesperrt fehlen? Dazu war der 30-jährige Gattuso eigens zur Pressekonferenz gekommen, um zu erklären, dieser Umstand sei eigentlich halb so schlimm: "Der Trainer wird eine Antwort haben. Ich kann nur allen sagen: Wir müssen viel miteinander sprechen, denn die Spanier haben sehr starke Angreifer. Wir müssen versuchen, zu Null zu spielen."

Das ist leicht gesagt, denn Ersatz für die defensiv denkenden Chefstrategen zu finden, ist nicht ganz einfach. Allem Anschein nach wird das Mittelfeld unter römische Herrschaft gestellt. Daniele de Rossi, 24, und Alberto Aquilani, 23, beide vom AS Rom, könnten mit dem erfahreneren Milan-Mann Massimo Ambrosini, 30, ab- und aufräumen. Aber auch Simone Perrotta, 30, ebenfalls aus Rom, könnte auflaufen. Ein solches Triumvirat wäre bestens dazu geeignet, den Spaniern den Spaß am Spiel zu verderben. Und genau wie der Rippenbruch von Torsten Frings für Deutschland letztlich ein Akt der Erneuerung war, kann die Doppelsperre Gattuso/Pirolo auch für Italien eine Befreiung sein: nämlich jungen, technisch versierten, extrem fitten Ersatzspielern den Weg in die erste Elf ebnen.

Die Rivalität ist groß

Der unrasierte Haudegen Gattuso weiß genau, worauf es ankommt: "Wir haben wieder den richtigen Geist. Es wird für jeden Gegner ein richtig unangenehmes Spiel." Der Widerpart hat trotzdem keine Furcht: "Wenn Gattuso Italiens Aushängeschild ist, dann bin ich der Papst", entgegnete Spaniens Trainer Luis Aragonés nonchalant. Die Replik des "Giftzwergs" folgte prompt: "Für uns spricht der Kampfgeist: Den Spaniern fehlen Typen wie de Rossi, Pirlo oder ich es sind.

Die Rivalität ist groß zwischen den beiden Nationen, und daran ist ein Viertelfinale vor 14 Jahren nicht ganz unschuldig: Es geschah am 9. Juli 1994 in Boston bei der WM in den USA, als Mauro Tassotti, der unerbittliche Italiener, seinem filigranen spanischen Widerpart Luis Enrique hinter dem Rücken des Schiedsrichters den Ellbogen ins Gesicht rammte. Der italienische Sünder wurde zwar gesperrt, aber die spanische Mannschaft schied aus. Das weiß auch Christian Panucci, der aktuelle beinharte Innenverteidiger Italiens, noch genau. Deshalb stichelt der 35-Jährige: "Sie haben starke Spieler, aber wir werden ihnen den Spaß verderben und schnell den Ball rauben."

Panucci war selbst einmal bei Real Madrid unter Vertrag, er weiß, wie sehr die Psychose das Land beschäftigt, seit 24 Jahren ein Viertelfinale nicht überstanden zu haben. "Die Spanier sind eine große Mannschaft, aber gegen große Teams leiden sie immer."

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Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.