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EM 2012 Wegen Krawallen - Niederlande - England abgesagt


Wegen der anhaltenden Krawalle in England hat der englische Verband FA das Freundschaftsspiel der Three Lions gegen die Niederlande abgesagt. Zuvor waren schon zwei für den Dienstag terminierte Spiele im englischen Ligapokal verschoben worden. Die Polizei könne aufgrund fehlender Kapazitäten die Sicherheit nicht gewährleisten.

Nachdem schon die beiden Ligapokal-Spiele zwischen West Ham United gegen Aldershot sowie das Duell des Drittligisten Charlton Athletic gegen den FC Reading verschoben werden mussten, haben die anhaltenden Krawalle in London und Umgebung auch zu einer Absage der Partie zwischen England und den Niederlanden geführt.

Jugendgangs und andere Gewalttäter hatten in der britischen Hauptstadt in der dritten Nacht in Folge Häuser und Autos angezündet. Die Krawalle hatten in der Nacht zum Sonntag im Londoner Viertel Tottenham - Heimat des Clubs Tottenham Hotspur - begonnen, haben sich inzwischen aber auf weitere Stadtteile ausgeweitet.

Bert van Oostveen zeigt Verständnis

Wie Voetbal International berichtete, fehlt es an Polizei-Präsenz, um beide Mannschaften und die Anhänger im Wembley-Stadion schützen zu können. Ein Punkt, den auch der enttäuschte niederländische Verbandsvorsitzende Bert van Oostveen anführte: "Die Polizei in London kann leider nicht für die Sicherheit der Mannschaft und der Fans garantieren", erklärte er auf vi.nl.

Dabei gehe dem niederländischen Verband auch eine Millionensumme verloren. "Über die wirtschaftlichen Fragen müssen wir uns später einigen, aber der Schaden geht in die Millionenhöhe. Ich hoffe, dass wir mit dem englischen Verband eine gute Lösung finden werden."

Agsage mit großem Bedauern

Der englische Verband FA sagte das Match "mit großem Bedauern" ab, während die Spieler kein Verständnis für die Protagonisten der Krawalle zeigten. Via Twitter schrieb Wayne Rooney: "Diese Krawalle sind verrückt. Warum tun die Menschen dies ihrer Stadt und ihrem Land an? Es ist beschämend für England. Hört bitte damit auf."

Rio Ferdinand schrieb hingegen: "Ich kann nicht schlafen, da ich die Nachrichten über die Krawalle verfolge. Das ist Wahnsinn. Dazu frage ich mich, ob die Präsenz des Militärs nur dafür sorgt, dass die Leute weitermachen."

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