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Europa League Schalkes B-Elf zu stark für Haifa


Ohne Cheftrainer Huub Stevens und lediglich mit einer B-Elf reiste Schalke zum bedeutungslosen letzten Gruppenspiel der Europa-League nach Haifa. Doch auch der zweite Anzug der Königsblauen erwies sich als eine Nummer zu groß für die Israelis.

Auch ohne Cheftrainer Huub Stevens hat die "B-Elf" des FC Schalke 04 die bedeutungslose Pflichtaufgabe in der Europa League bei Maccabi Haifa souverän gemeistert. Der bereits vor dem letzten Gruppenspiel als Tabellenführer für die Zwischenrunde qualifizierte Fußball-Bundesligist gewann am Mittwochabend beim israelischen Meister ungefährdet mit 3:0 (1:0) und kann sich nun auf einen attraktiven Gegner in der Runde der letzten 32 Teams freuen.

Maccabis Abwehrspieler Jurica Buljat brachte Schalke schon in der 7. Spielminute per Eigentor in Führung, Ciprian Marica (84.) und Amateur Alexander Langlitz (90.+3) stellten den vierten Sieg im sechsten Gruppenspiel schließlich sicher. Fast wären die harmlosen Israelis noch zum zwischenzeitlichen Ausgleich gekommen. Doch Yaniv Katan (73.) scheiterte mit einem vom eingewechselten Amateur Alban Sabah verschuldeten Handelfmeter an Timo Hildebrand, der ein gutes Profi-Debüt im königsblauen Trikot bot.

Weil Stevens wegen der Erkrankung seiner Mutter kurzfristig auf die Reise nach Israel verzichtet hatte, betreute Co-Trainer Seppo Eichkorn das auf gleich neun Positionen veränderte Team. Lediglich Kapitän Benedikt Höwedes und José Manuel Jurado waren aus der Startelf vom 2:0-Sieg in Berlin dabei. Neben dem in seine niederländische Heimat gereisten Stevens fehlten auch zahlreiche Stammkräfte, darunter die Stars Raúl und Top-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar.

Hildebrands gelungener Einstand

Der erst im Oktober verpflichtete Torhüter Hildebrand feierte im Kiryat Eliezer Stadion als Vertreter von Lars Unnerstall einen gelungenen Einstand bei den Schalker Profis. Allerdings wurde der 32 Jahre alte Ex-Nationalkeeper von den völlig harmlosen Israelis zunächst kaum geprüft. Zudem stand die von Höwedes gut organisierte Vierer-Abwehrkette sicher.

Schalke erwischte einen Start nach Maß. Nur vier Minuten nachdem Jurado (3.) aus 16 Metern das Haifa-Tor knapp verfehlt hatte, sorgten die Israelis selbst für die frühe Führung des Revierclubs. Innenverteidiger Buljat rutschte in eine scharfe Hereingabe des fleißigen Huntelaar-Ersatz Marica und überwand seinen eigenen Torhüter Bojan Saranov.

Im offensiven Mittelfeld zogen Alexander Baumjohann und Julian Draxler die Fäden und stießen immer wieder mit in die Spitze. Draxler (26./35.) hätte die Führung bereits vor der Pause ausbauen können, war bei seinen Torschüssen aber zu unentschlossen. Angesichts der klaren spielerischen Überlegenheit konnte es sich Eichkorn in der zweiten Hälfte sogar leisten, den leicht angeschlagenen Höwedes (58.) und Draxler (65.) vom Platz zu nehmen.

So durften die Regionalliga-Amateure Alban Sabah und Andreas Wiegel sogar noch Europapokalluft schnuppern. Dabei wäre der 19 Jahre alte Sabah wäre fast zum Pechvogel geworden, als er den Handelfmeter verschuldete. Doch Hildebrand konnte sich mit seiner Parade doch noch auszeichnen und hielt den verdienten Erfolg fest.

kng/DPA DPA

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