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FC Chelsea London: Zum Siegen verdammt

Als der russische Milliardär Roman Abramowitsch den FC Chelsea 2003 kaufte, war das Ziel des Fußball-Liebhabers klar: Gewinn der Champions League. Im vierten Jahr gibt es für José Mourinho und sein Team keine Ausreden mehr.

Am 1. Juli 2003 wurde der dreifache englische Fußball-Meister vom russischen Öl-Milliardär Roman Abramowitsch aufgekauft. Der investierte seitdem mehr als 600 Millionen Euro in neue Spieler. Für diese Saison wurde das Team von Trainer José Mourinho noch einmal auf aufgerüstet: Michael Ballack kam ablösefrei von Bayern München und soll rund zehn Millionen Euro im Jahr für seine Fußballkünste bekommen.

Damit streicht er aber nicht das größte Gehalt im Team ein. Der ukrainische Stürmer Andrej Schewtschenko kam für 50 Millionen Euro Ablöse vom AC Mailand. Mit einem Gehalt von elfeinhalb Millionen Euro gilt er als bestbezahlter Fußballer der Welt. Nicht zu vergessen: der in der Bundesliga viel diskutierte Wechsel des niederländischen Verteidigers Khalid Boulahrouz vom HSV für immerhin noch 13 Millionen Euro.

Der Titel ist für Chelsea also Pflicht. Ob das Team, in dem sogar Ausnahmespieler wie Arjen Robben um einen Stammplatz kämpfen müssen, die richtige Harmonie findet, ist noch offen. In den vergangenen zwei Spielzeiten scheiterten die Londoner jeweils an den späteren Gewinnern der Champions League: 2005 im Halbfinale am FC Liverpool und 2006 im Achtelfinale am FC Barcelona.

Neue Spieler müssen bei Chelsea ein Aufnahmeritual durchlaufen. Auf einem Stuhl stehend müssen sie in der Kabine ein Lied zum besten geben. Michael Ballack sang ein deutsches Lied. Welches verriet er nicht. Der Ukrainer Andrej Schewtschenko jedenfalls trällerte "We are the Champions".

DPA/tis / DPA

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