FC Schalke 04 Streit wegen Olympia eskaliert

Riesen-Wirbel auf Schalke: Verteidiger Rafinha ist bei der Abfahrt ins Trainingslager nicht erschienen. Hintergrund: Der Brasilianer will mit seiner Nationalmannschaft zu den Olympischen Spielen nach Peking. Die Schalker Vereinsführung reagierte hilflos.

Ohne seinen brasilianischen Nationalspieler Rafinha ist Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 in sein Österreich-Trainingslager gereist. Der 22-Jährige war zur Abfahrt des Teams von Cheftrainer Fred Rutten am Morgen nicht erschienen. Rafinha will mit Brasilien am Olympia-Turnier in Peking teilnehmen.

Der Club hatte diesem Ansinnen nicht zugestimmt. Nach dem Testspiel am Samstag gegen Glasgow Rangers hatte Rafinha gesagt, natürlich müsse er an den Verein denken. "Aber ich muss auch an mein Land denken." Olympia sei für ihn und Brasilien sehr wichtig, er wolle unbedingt dort spielen.

"Rafinha ist nicht da. Was soll ich machen? Wir können ihn ja nicht in Handschellen abführen", sagte Schalke-Manager Andreas Müller unmittelbar vor dem Abflug ins Trainingslager zu "Bild.de".

Außer Rafinha waren an Brasilianern aus der Bundesliga auch Werder Bremens Spielmacher Diego sowie Bayern Münchens Verteidiger Breno für die 18-köpfige Olympia-Auswahl Brasiliens nominiert worden. Im Gegensatz zu Breno liegt für Diego keine Freigabe vor. Auch der Belgier Vincent Kompany (Hamburger SV) und Bayer Leverkusens Neuzugang Constant Djakpa (Elfenbeinküste) sind von ihren Verbänden zwar für das olympische Fußball-Turnier angefordert worden, erhalten aber keine Starterlaubnis ihrer Clubs.

DPA DPA

Mehr zum Thema



Newsticker