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Franz Beckenbauer: "Können uns Ballack nicht leisten"

Beim FC Chelsea steht Michael Ballack auf dem Abstellgleis. Dennoch schließt Franz Beckenbauer, der den Wechsel von je her für einen Fehler gehalten haben will, eine Rückkehr nach München aus. Für die Bayern sei Ballack schlicht zu teuer, befindet der Kaiser.

Auf die Frage der "Bild"-Zeitung, ob Michael Ballack wieder ein Thema für die Bayern sei, anwortete Beckenbauer: "Nein , nein. Das wird er selbst nicht wollen, und wir können uns - ehrlich gesagt - einen Michael Ballack vom Gehalt her nicht mehr leisten." Gleichzeitig betonte Beckenbauer, dass die Zeit Ballacks bei Chelsea längst noch nicht vorbei sein müsse, "wenn er sich jetzt durchbeißt."

Allerdings machte der Bayern-Präsident klar, dass er den Wechsel des besten deutschen Spielers zum Club des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch für einen großen Fehler gehalten hat: "Bei Manchester United war seine Position frei, er hätte perfekt ins System gepasst. Auch bei Real Madrid. Ausgerechnet beim FC Chelsea war sein Job schon durch Frank Lampard besetzt. Der ist ebenso ein Top-Spieler und der Lokal-Held."

Mysteriöse Verletzung will nicht heilen

Die mysteriöse Verletzung des Nationalmannschaftskapitäns im Sprunggelenk sorgte bereits in den vergangenen Monaten für Spekulationen und Streit. Seit einem üblen Tritt im Spiel gegen Newcastle United im April hat Ballack kein Spiel mehr absolviert. Nachdem der Heilungsprozess nicht optimal verlief, hatte er sich vom Münchner Arzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt behandeln lassen. Aus dem Umfeld des Deutschen heißt es, dass die Chelsea-Ärzte eine falsche Diagnose gestellt hätten. Nach Medienberichten hatte Chelseas Mannschaftsarzt Bryan English eine Fehldiagnose eingestanden. Seitdem ist das Verhältnis Ballacks zum Club und insbesondere zu Trainer José Mourinho gespannt. Ballack sei ohne Absprache nach Deutschland gereist, heißt es.

Angekündigte Comebacks mussten immer wieder verschoben werden, obwohl das Sprunggelenk aus medizinischer Sicht in Ordnung ist. Ballack wird der Nationalmannschaft im EM-Qualifikationspiel am Samstag gegen Wales fehlen. Sein Club Chelsea meldete ihn nicht für die Spiele in der Gruppenphase der Champions League. Es deutet alles daraufhin, dass man den Deutschen in London nicht mehr braucht, zumal Ballack bei Fans und Presse auf der Insel immer höchst umstritten war. Im Moment ist nicht absehbar, wann er wieder auflaufen kann. Daraufhin wurde spekuliert, das Chelsea seinen teuren Mittelfeldspieler in der Winterpause verkaufen wolle.

tis

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