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FUSSBALL-AKTIEN: »Schnell weg damit«

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern AG, rät Anlegern vom Kauf von Fußball-Aktien ab. Wertpapier-Besitzern empfiehlt er sogar die sofortige Trennung von ihren Anteilscheinen.

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, rät Anlegern vom Kauf von Fußball-Aktien ab. Besitzern von Vereins-Wertpapieren empfiehlt er sogar die sofortige Trennung von ihren Anteilscheinen. »Ich würde Ihnen raten, kaufen Sie sich keine Fußball-Aktien. Und wenn Sie welche haben: Schnell weg damit«, sagte der 47-Jährige am Freitag als Gastreferent beim 1. Absolvententreffen des Studienganges Steuer- und Revisionswesens an der Fachhochschule Pforzheim.

Borussia Dortmund, am Samstag in der Bundesliga Gegner des FC Bayern, ist momentan der einzige deutsche Profi-Club, dessen Aktien an der Börse gehandelt werden. Der Kurs der BVB-Aktie notierte am Freitag knapp unter vier Euro. Er liegt damit deutlich unter dem Ausgabepreis von 11 Euro im Oktober 2000. Die seit 2001 bestehende FC Bayern München AG plant derzeit keinen Börsengang.

Positive Bilanz in Aussicht gestellt

Eine Woche vor der Jahreshauptversammlung des größten deutschen Sportvereins stellte Rummenigge den über 80 000 Bayern-Mitgliedern eine wiederum positive wirtschaftliche Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr 2001/02 in Aussicht. »Die Zahlen werden trotz fehlender Titelgewinne auch dieses Mal wieder positiv sein«, kündigte er an.

Bei den Spieler-Gehältern sieht Rummenigge auch in Zukunft bei Top-Stars wie Nationaltorhüter Oliver Kahn kein Einsparpotenzial. Im »oberen Gehaltsbereich« würden sich auch in Zukunft kaum Änderungen durchsetzen lassen. Verantwortlich dafür seien die »Marktgesetze«, nach denen Spieler wie Kahn immer begehrt sein würden.

»Wir haben 24 Spieler, das sind zu viel«

Die Personalkosten der Vereine ließen sich in erster Linie durch Kürzungen bei Prämien sowie einer Reduzierung des Kaders erreichen: »Wir haben 24 Spieler, das sind zu viel.« Rummenigge schloss in diesem Zusammenhang nicht aus, dass sich die Bayern nach dem Ausscheiden aus der Champions League in der Winterpause dieser Saison von ein oder zwei Spielern trennen könnten. Allerdings müsse dieser Wunsch wegen bestehender Verträge von den Akteuren ausgehen.

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