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Fußball-Bundesliga VfB Stuttgart holt Dreier auf dem Betzenberg


Zum Auftakt des 8. Spieltags in der Fußball-Bundesliga hat der VfB Stuttgart einen wichtigen Sieg in Kaiserslautern gefeiert . In einem Kampfspiel siegten die Schwaben mit 2:0. Während der VfB in der Tabelle nun an der Spitze schnuppert, sieht es für den FCK finster aus.

Der VfB Stuttgart hat die Nöte des 1. FC Kaiserslautern in der Fußball-Bundesliga dramatisch vergrößert. Mit dem verdienten 2:0 (0:0) im brisanten Südwestderby leisteten die Schwaben am Freitag dank einer Steigerung in der zweiten Halbzeit zum Auftakt des achten Spieltages Wiedergutmachung für die Pleite gegen den Hamburger SV. Die erneut erschreckend sturmschwachen Lauterer warten hingegen weiter auf den zweiten Saisonerfolg und dümpeln in den Tiefen der Tabelle.

"Ich glaube, dass wir nicht das schwächere Team waren, aber die effektivere Mannschaft hat gewonnen", klagte FCK-Trainer Marco Kurz. Vorstandschef Stefan Kuntz meinte: "Wir haben heute unser bestes Saisonspiel gezeigt. Wir haben uns viele Torchancen erarbeitet. Da fehlt das Selbstvertrauen, das nur mit einem Erfolgserlebnis kommt." VfB-Coach Bruno Labbadia, als Spieler Meister und Pokalsieger mit Lautern, gestand: "Es war kein einfaches Spiel."

Nationalspieler Cacau (52.) beendete vor 46 186 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion mit seinem Führungstor nach 516 Minuten seine Ladehemmung, der starke Khalid Boulahrouz (69.), der auch Cacaus Tor vorbereitet hatte, machte mit seinem erst zweiten Treffer im 102. Bundesliga-Spiel den zweiten Auswärtserfolg der Schwaben perfekt. "Ich hatte das Gefühl, dass das Tor kommt", sagte der Niederländer.

Während sein Team durch den ersten Sieg auf dem Betzenberg seit über sieben Jahren mit 13 Punkten vorerst bis auf den vierten Tabellenrang vorrückte, drohen die Pfälzer (5 Zähler) im Laufe des Spieltages auf die Abstiegsplätze zu rutschen.

Besserung im Vergleich zum HSV-Spiel?

Um endlich die Flaute im Sturm (5 Tore) zu beheben, setzte Kurz auf Richard Sukuta-Pasu, der über die linke Seite Druck machen sollte. Sein Kollege Labbadia machte nach der Heimblamage gegen den HSV (1:2) einen tieferen Schnitt und stellte sein Team auf drei Positionen um: Arthur Boka ersetzte Cristian Molinaro in der Deckung, Tamas Hajnal rückte für Zdravko Kuzmanovic ins Mittelfeld, Pawel Pogrebnyak sollte statt Christian Gentner für mehr Torgefahr sorgen.

Besserung im Vergleich zum HSV-Spiel? Zunächst Fehlanzeige. In der ersten Viertelstunde waren die Gäste zunächst spielerisch reifer und hatten durch einen Schuss des Japaners Shinji Okazaki (9.) eine erste kleinere Torchance. Dann arbeiteten sich die Lauterer in die Partie, erkämpften sich ein Übergewicht - und kamen zu Möglichkeiten durch Christian Tiffert (14.), Sukuta-Pasu (16.) und Thanos Petsos (22.). Die Art und Weise, wie die Pfälzer die Chancen ausließen, zeigte, warum der FCK derzeit die angriffsschwächste Mannschaft der Liga ist.

Nach dem Wechsel begann der VfB wieder mit mehr Druck. Der bis dahin schönste Angriff über den kreativen Hajnal und Boulahrouz schloss Cacau sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff aus kurzer Entfernung erfolgreich ab. Die Lauterer bemühten sich danach. Ihnen fehlten aber die Mittel gegen die kompakte VfB-Deckung.

Itay Shechter (67.) vergab die beste Chance, als Ulreich hervorragend reagierte. Nur zwei Minuten später machte Boulahrouz mit einem abgefälschten Schuss alles klar. Typisch für die Lauterer Sturmmisere war die Szene in der 74. Minute, als Shechter den Ball völlig frei vor VfB-Keeper Sven Ulreich vertändelte.

DPA DPA

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