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Fußball: FIFA will "Jubel"-Paragraphen entschärfen

Bisher gab es in jedem Fall eine Gelbe Karte, wenn ein Fußballer beim Torjubel sein Trikot auszog. Diese umstrittene Regelung soll nach FIFA-Angaben wohl bald geändert werden.

Der Fußball-Weltverband FIFA will seinen "Jubel- Paragrafen" entschärfen. Nach bestehender Regel werden Torschützen, die ihre Treffer durch spontanes Trikot-Hochziehen bejubeln, mit einer Gelben Karte verwarnt. Ausgelöst durch einen Vorfall in der englischen Premier League soll diese Regel nun auf den Prüfstand. "Das ist etwas, was ich abschaffen würde", meinte FIFA-Vizepräsident David Will.

Will und FIFA-Präsident Joseph Blatter hatten am Sonntag auf der Tribüne miterlebt, wie ein Schiedsrichter dem jubelnden Profi Tim Cahill vom FC Everton nach seinem Siegtor bei Manchester City die Gelb-Rote Karte zeigte. Der Torjäger hatte das Trikot nur über das Gesicht gestreift und musste dafür nach der zweiten Gelben Karte vom Platz. "Ich bin nicht der Meinung des Schiedsrichters", sagte auch Blatter. Wer sein Trikot nur über den Kopf streift, aber nicht auszieht, sollte nicht des Feldes verwiesen werden. Die FIFA-Regeln schreiben aber für beide Fälle ausdrücklich vor, eine Verwarnung auszusprechen.

Eine Änderung erwägt die FIFA auch bei der Terminansetzung in der WM-Qualifikation. Auf Empfehlung von Arsenal Londons Trainer Arsène Wenger soll statt Samstag und dem darauf folgenden Mittwoch zuerst am Mittwoch und dann am Samstag gespielt werden. Dadurch gebe es für die Nationalspieler eine Woche Regenerationszeit vor ihrer nächsten Meisterschaftspartie. "Dies ist ein sehr intelligenter Vorschlag, den wir im Oktober diskutieren werden", sagte Blatter.

DPA / DPA
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