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FC Romford in England: Millionär kauft Fußballklub, schmeißt alle raus und macht sich selbst zum Trainer

Der britische Unternehmer Glenn Tamplin hat den FC Romford gekauft und drastische Änderungen beim englischen Achtliga-Klub verkündet. Es ist nicht das erste Mal, dass Tamplin sich ein Fußabllteam zulegt.

Glenn Tamplin hatte in der Vergangenheit bereits Millionen Pfund in einen Zweitliga-Klub gepumpt

Glenn Tamplin hatte in der Vergangenheit bereits Millionen Pfund in einen Siebtliga-Klub gepumpt

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"Jeder einzelne, der am Samstag im Stadion des FC Romford erscheint, bekommt von mir einen Drink ausgegeben", kündigt Glenn Tamplin in einem Video auf seinem Twitter-Kanal an. Der exzentrische Selfmade-Millionär hat den englischen Achtligisten unter der Woche gekauft und einmal auf links gedreht. An seinem ersten Tag seiner Übernahme des Londoner Fußballklubs feuerte er den kompletten Trainer- und Betreuerstab, stellte 15 neue Spieler vor und kündigte an, ab jetzt selbst der Trainer des Teams zu sein.

Schon Billericay Town FC gekauft

Tamplin hat Erfahrungen in derlei Dingen. Der 47-Jährige kaufte vor drei Jahren den britischen Siebtligisten Billericay Town FC. Damals pumpte er rund drei Millionen Pfund in den Klub, sanierte das Stadion und setzte sich auch damals bereits mehrfach selbst als Trainer ein. In die Medien schaffte er es mit einer Posse, als er sich nach einer Niederlage selbst als Coach feuerte, um sich zwei Tage später wieder selbst zu engagieren und später erneut zu feuern.

Tamplin verpflichtete für Billericay Town mehrere Ex-Profis wie Paul Konchesky (heute 38 Jahre, früher beim FC Arsenal), Jermaine Pennant (36, unter anderem FC Liverpool) oder Jamie O'Hara (33, ehemals Tottenham Hotspur). Mit diesen stieg er in Liga sechs auf und gewann den regionalen Pokal, was den Klub im Folgejahr für die erste Runde des FA-Cups qualifizierte. Vor wenigen Monaten verkündete Tamplin jedoch, sein Engagement in Billericay zu beenden.

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Glenn Tamplin hat neuen Verein für sein Geld gefunden

Nun will der Mann, der sein Vermögen vor allem mit einem 2002 gegründete Stahlunternehmen gemacht hat, sein Geld in einen neuen Verein investieren. Auf Twitter wirbt er seit Tagen für das Projekt, lädt "alle Menschen aus Romford" fürs Wochenende ins Stadion ein und spricht davon, dass man "als Gemeinschaft Großes erreichen" könne.

Tamplin ist nach eigenen Angaben ein sogenannter "Born again Christian", also ein wiedergeborene Christ. Der Name bezieht sich auf eine angebliche spirituelle Wiedergeburt. Der tätowierte, sehr muskulöse Mann gibt sich streng gläubig. In oben erwähntem Twitter-Video spricht er von "Gottes Bestimmung" für den Klub Romford.

Bereits zu seiner Zeit in Billericay hatte sich Tamplin mit unkonventionellen Auftritten einen Namen gemacht. So sang er etwa in der Kabine zu Motivationszwecken das Lied "The World's Greatest" von R. Kelly oder ließ an die Außenwand des Stadions ein übergroßes Bild von sich und seiner Ehefrau malen, wie beide schlafend im Bett liegen. Darüber prangten eine Sonne hinter Wolken und zwei riesige Hände. "Die Mission, die Glenn gegeben wurde", ist dort zu lesen.

Ziel: die Playoffs erreichen

Nun scheint der Mann eine neue Mission gefunden zu haben. Mit den neuen Spielern wolle man sich nun darauf konzentrieren, "das Tabellenende zu verlassen, um uns noch in dieser Saison auf die Playoff-Plätze hinaufzuarbeiten." Über einem Foto von ihm mit ausgebreiteten Armen schreibt er: "Kommt schon, Romford. Unterstützt uns und lasst es uns angehen." Sein erstes Spiel als Chefcoach bestreitet er am Samstagnachmittag.

Quellen: Homepage des FC Romford / Twitter von Glenn Tamplin / "The Sun" / "Essex Live"

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