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International Juventus Turin holt Punkt bei Napoli


Erst hatte Juve dominiert, dann Napoli die Partie gedreht, zunächst 2:0, dann 3:1 geführt und war dem Sieg so nahe. Doch dann kämpfte sich die Alte Dame zurück und rettete am Ende noch einen Punkt in einem Spiel, das neben sechs Toren auch einen verschossenen Elfmeter und sieben Gelbe Karten zu bieten hatte.

In einer hochdramatischen Partie haben sich der SSC Neapel und Juventus Turin mit 3:3 getrennt und die Norditaliener konnten nur knapp die erste Saisonniederlage abwenden.

Marek Hamsik hatte für Neapel zunächst einen Strafstoß verschossen, dann aber doch zum 1:0 (23.) getroffen. Die weiteren Treffer für Napoli erzielte Goran Pandev (40./68.). Für die Gäste waren Alessandro Matri (48.), Marcelo Estigarribia (72.) und Simone Pepe (80.) erfolgreich. Damit baute Juve seinen Vorsprung in der Tabelle auf zwei Zähler vor dem AC Mailand und Udinese Calcio aus.

Napoli mit verschossenem Elfer und Doppelpack

Juventus hatte im Stadio San Paolo den deutlich besseren Start erwischt. Die Turiner agierten druckvoll, schnürten Napoli so zunächst in der eigenen Hälfte ein und kamen zu gefährlichen Aktionen. Mirko Vucinic vergab die beste aus halbrechter Position nur knapp. Die Gäste traten mit breiter Brust auf und sahen sich nach einem Foul von Andrea Pirlo im Strafraum an Ezequiel Lavezzi, der anstelle des verletzten Edinson Cavani zwischen Hamsik und Goran Pandev in Napolis Sturm spielte, fast im Hintertreffen.

Allerdings hatte Juve Glück, dass Referee Paolo Tagliavento den zunächst von Hamsik sicher verwandelten Elfmeter wiederholen ließ, weil einige Napoli-Spieler zu früh in den Strafraum gelaufen waren, und der Slowake im zweiten Versuch den Ball dann über das Tor von Gigi Buffon platzierte. Doch Napoli war jetzt wach, übernahm mehr und mehr die Initiative und wurde durch Hamsik, der einen verlängerten Lavezzi-Freistoß ins Tor bugsierte, mit dem - diesmal regulären - 1:0 belohnt (22.). Kurz drauf scheiterte Pandev - erneut nach Lavezzi-Vorarbeit - nur knapp an Buffon.

Juve brauchte bis zur Halbstundenmarke, um sich von dem Elfmeter- und Rückstandschock zu erholen. Marcelo Estigarribias Schuss aus halblinker Position nach Pirlo-Vorarbeit konnte Morgan de Sanctis im Napoli-Tor aber nicht vor große Probleme stellen. Es blieb das einzige Lebenszeichen der Alten Dame. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel leitete ein Pirlo-Fehler am eigenen Strafraum das 2:0 der Hausherren durch Pandev aus elf Metern ein.

Die Alte Dame kämpft sich zurück

Die zweite Hälfte begann Juve wieder wie die erste. Druckvoll, diesmal aber mit mehr Abschlussglück: Matri verwertete einen Diagonalpass von Vucinic zum schnellen 1:2-Anschlusstreffer (49.). Kurz darauf hatte der Juve-Stürmer schon die Hände zum erneuten Jubel erhoben, sein vermeintlich zweiter Treffer zählte aber wegen Abseits nicht. Mehr Gefahr ging aber von der Alten Dame nicht mehr aus. Zu oft agierte sie unkonzentriert und eigensinnig und erstickten so vielversprechende Aktionen bereits im Keim.

Napoli gelang es schrittweise, die Gegner vom Tor fernzuhalten und die Kontrolle über das Spiel wieder an sich zu reißen. Ein Traumtor von Pandev stellte dann den alten Abstand wieder her. Der Leihspieler aus Mailand hatte eine Vorarbeit von Cristian Maggio am Fünfmeterraum aus der Drehung volley genommen und zum 3:1 in die Maschen gejagt. Die Freude währte aber nur wenige Minuten. Denn Juve antwortete schnell. Der unbewachte Estigarribia (72.) drückte eine Vucinic-Hereingabe zum 2:3-Anschlusstreffer in die Maschen, ehe Pepe (79.) nach schönem Solo tatsächlich noch der 3:3-Ausgleich gelang.

Malte Asmus 

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