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International Real Madrid besiegt den FC Villarreal


Real Madrid hat die Tauchfahrt der Gelben U-Boote mit einem 3:0-Erfolg im heimischen Santiago Bernabeu beschleunigt. In einer berauschenden Anfangsphase überrollten die Königlichen den Gegner aus Villarreal, einzig Cristiano Ronaldo verpasste sein angestrebtes Ziel, das 100. Pflichtspieltor für seinen Club zu erzielen.

Real Madrid hat den erwarteten Pflichtsieg eingefahren und den FC Villarreal mit 3:0 besiegt. Zwar verpasste es Cristiano Ronaldo, seinen 100. Treffer für die Königlichen zu erzielen, dennoch steht man immerhin wieder auf Platz zwei in der Tabelle.

Karim Benzema hatte Madrid bereits in der fünften Minute mit 1:0 in Führung gebracht, die Kaká kurze Zeit später weiter ausbaute (13.). Beide Vorlagen hatte Angel di Maria gegeben, der noch vor der Halbzeit zu einem eigenen Treffer kam (30.). Danach verflachte die Partie und Villarreal ergab sich in sein Schicksal.

Lieblingsgegner für die Premiere

Cristiano Ronaldo wartete auf jenes 100. Tor für Real Madrid und da kam ihm der FC Villarreal gerade recht. Denn der Portugiese hatte bei den beiden Erfolgen der Königlichen im Vorjahr fünf der sieben Tore gegen die Gelben U-Boote erzielt. Und zudem hatten die Gastgeber in den letzten vier Spielen mit jeweils vier Toren oder mehr einen Vereinsrekord aufgestellt.

Gäste-Coach Juan Carlos Garrido mahnte seine Mannschaft zu mehr Mut und Courage, denn Villarreal war nach einem miserablen Start mit sieben Punkten aus den ersten acht Spielen in der Tabelle kräftig durchgereicht worden. Im Santiago Bernabeu fehlten zudem Nilmar, Carlos Marchena und Angel Lopez.

Jose Mourinho konnte dagegen wieder mit Fabio Coentrao planen, ansonsten fehlten dem Coach der Königlichen Ricardo Carvalho, Nuri Sahin, Raul Albiol, Lassana Diarra und Esteban Granero. An seinem 4-2-3-1 änderte das natürlich nichts, während die Gäste auf ein klassisches 4-4-2 setzten - mit Marco Rubén und Giuseppe Rossi als vorderste Front.

Real wie im Rausch

Doch im ersten Durchgang hatte Villarreal nicht viel zu melden. Real Madrid agierte von der ersten Sekunde an aggressiv und erspielte sich direkt eine Doppelchance durch Sergio Ramos und Karim Benzema. Doch während der Franzose knapp verfehlte, stand Ramos bei seinem Treffer nach Freistoßflanke hauchdünn im Abseits.

Nur Sekunden später waren beide Situationen nur Makulatur, denn nach einem Diagonalpass von Angel di Maria über 40 Meter tauchte Benzema alleine vor Diego Lopez aus und überlupfte den herauseilenden Keeper elegant zum frühen 1:0 (5.). Das Tor spielte den Gastgebern natürlich in die Karten.

Und es ging weiter Schlag auf Schlag. In der elften Minute legte di Maria dann für Kaká auf, der aus zentraler Position aus gut 18 Metern einfach draufhielt und den Ball neben dem linken Pfosten zum 2:0 versenkte. In diesem Moment mussten die mitgereisten Fans im Santiago Bernabeu große Sorge um ihre Gelben U-Boote haben, die sich auf absoluter Schleichfahrt befanden.

Di Maria krönt seine Leistung

Nach einer Viertelstunde dann endlich ein kleines Lebenszeichen der Gäste, doch der Versuch von Giuseppe Rossi war kein großes Problem für Iker Casillas, der zentral im Tor stehend nur die Arme zu öffnen brauchte. Dem kurzen Aufflackern einer imaginären Torgefahr folgte der nächste Streich: Und diesmal durfte Di Maria selber jubeln.

Nach einer Traumkombination über Kaká, Marcelo und Benzema kam der flinke Argentinier von halbrechts kommend aus kurzer Distanz zum Abschluss und ließ Lopez nicht den Hauch einer Abwehrchance (30.). So hatte sich Villarreal den Abend sicherlich nicht vorgestellt, immerhin fielen bis zum Pausenpfiff keine weiteren Tore mehr.

Keine Spannung in Durchgang zwei

Und so flott die ersten 45 Minuten über die Bühne gegangen waren, so zäh gestaltete sich der zweite Durchgang. Das lag natürlich daran, dass Real Madrid das Tempo merklich aus der Partie genommen hatte und die Gäste sich die Worte ihres Trainers zu Herzen genommen hatten. Es gab kaum nennenswerte Chancen zu verzeichnen, einzig die Frage nach dem Jubiläumstreffer von Ronaldo kleidete das Szenario mit einer Prise Spannung aus.

Allerdings erwischte der Superstar einen eher gebrauchten Tag und mehr als ein Freistoß und ein abgeblockter Schuss waren nicht auf seinem Fleißkärtchen zu notieren. So blieb es beim 3:0, durch das die Madrilenen vorbei am FC Barcelona auf Platz zwei kletterten. Villarreal verweilt auf Rang 17 und muss in den kommenden Wochen dringend punkten, um dem Abstiegsstrudel zu entkommen.

Gunnar Beuth

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