Interview "Meine Erleichterung gilt der Mannschaft"


Der neue Millionen-Star Roy Makaay bewahrte mit seinen zwei Toren die Bayern vor einem erneuten Fehlstart in der Champions League. In einem Interview gibt sich der Top-Stürmer allerdings bescheiden.

Das Interview wurde aufgezeichnet von Klaus Bergmann (dpa)

Was sagen Sie zu ihrem Einstand nach Maß für den FC Bayern in der Champions League?

"Es zählen nur die drei Punkte. Es war ein schweres Spiel. Ich denke, nach dem 0:1 haben wir guten Fußball gespielt. In der Champions League ist es immer wichtig, mit drei Punkten anzufangen. Das haben wir gemacht."

Trotz des Sieges: Noch scheint die Mannschaft nicht richtig zu harmonieren?

"Kann sein. Aber man darf nie den Gegner vergessen. Celtic hat sehr gut gespielt in Abwehr, Mittelfeld und Sturm. Und nach dem 0:1 wurde es für uns noch schwieriger. Aber dann sind wir alle nach vorne gegangen und hatten sogar Chancen für drei, vier Tore. Wir haben 2:1 gewonnen, deswegen bin ich ein sehr glücklicher Mann."

Wie ordnen Sie Ihre Tore ein?

"Das 1:1 war wichtig für die Mannschaft. Danach haben wir mehr Selbstvertrauen bekommen. Wir sind weiter nach vorne gegangen. Nach dem 2:1 haben wir wieder vorsichtiger gespielt und dem Gegner keine Chance mehr gegeben."

Das zweite Tor war eher als Flanke gedacht, oder?

"Ich habe Michael Ballack nach vorne gehen sehen. Wenn der Ball auf seinen Kopf kommt ist es nicht immer, aber sehr oft ein Tor. Für den Torwart ist das schwierig, denn er denkt, dass der Angreifer den Ball noch ein bisschen berührt."

Wie groß ist Ihre Erleichterung über die beiden Tore?

"Meine Erleichterung gilt der Mannschaft. Wir sind sehr zufrieden nach dem, was letztes Jahr hier in der Champions League passiert ist. Wir haben drei Punkte gewonnen und eine halbe Stunde guten Fußball gespielt. Hoffentlich können wir das fortsetzen in den nächsten Spielen.

Sind Sie erst jetzt richtig angekommen beim FC Bayern?

"Nein. Ich bin froh, dass ich zwei Tore geschossen habe. Ich habe meiner Mannschaft geholfen. Ich bin zufrieden, weil wir gewonnen haben. Am letzten Samstag in Wolfsburg hatte ich auch ein Tor geschossen, aber wir haben verloren. Da konnte niemand zufrieden sein."

War das 1:1 ein typisches Makaay-Tor?

"Nun, der Abwehrspieler hatte den Ball schlecht abgewehrt. Der Ball fiel vor meine Füße. Dann darfst du nicht denken, sondern musst nur schießen. Der Ball war perfekt in die Ecke. Das war ein wichtiger Moment, weil das 1:1 ein Schlag für die andere Mannschaft war. Ich schieße immer schnell, das macht es schwer für den Torwart, weil er weniger Zeit hat zu reagieren. Aber ich weiß nicht, ob das ein typisches Makaay-Tor war. Der Ball kam, ich habe geschossen, und er war drin."

DPA

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