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Jürgen Klinsmann: Kahn gestärkt, Lehmann enttäuscht

Deutlicher denn je hat Bundestrainer Jürgen Klinsmann klar gemacht, dass Oliver Kahn die Favoritenrolle im deutschen WM-Tor zukommt. Für den Kahn-Herausforderer Jens Lehmann bedeutet das einen herben Dämpfer.

"Wenn nichts Außergewöhnliches passiert - Oliver ein langes Leistungstief haben sollte - oder eine Verletzung dazwischenkommt, dann hat er die besten Karten zu spielen", sagte Klinsmann neun Monate vor der WM-Endrunde in Deutschland in einem Interview der Zeitschrift "Sport Bild". Die endgültige Entscheidung aber will er erst im Mai 2006 verkünden.

Leistung auf höchstem Niveau

Bis dahin soll das Rotationsverfahren fortgesetzt werden. Bei den Länderspielen in der Slowakei und vier Tage später in Bremen gegen Südafrika gehören Lehmann als Nummer eins und der Stuttgarter Timo Hildebrand als Reservetorhüter zum DFB-Aufgebot. Kahn soll bei den Länderspielen Anfang Oktober in der Türkei und in Hamburg gegen China wieder zum Einsatz kommen. Für Lehmann ist das letzte Länderspiel des Jahres, das am 12. November in Paris gegen Frankreich stattfinden soll, reserviert.

"Wir wollen einfach diesen Leistungswettbewerb auf allerhöchstem Niveau. Damit sich jeder immer wieder kitzeln muss", begründete Klinsmann das Wechselspiel. Deshalb gebe es für Kahn auch "keine Garantieerklärung. Doch ich habe immer gesagt, er ist die Nummer eins."

DPA / DPA
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