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Vor Länderspiel gegen Australien: Özil wundert sich über Image als "Deutsch-Türke"

Nationalspieler Mesut Özil wundert sich darüber, dass er immer als "Deutsch-Türke" bezeichnet wird. In einem Interview verrät er zudem, warum er die Nationalhymne nicht mitsingt.

Mesut Özil steht gegen Australien vor seinem 63. Länderspiel

Mesut Özil steht gegen Australien vor seinem 63. Länderspiel

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft startet am Abend gegen Australien ins Länderspiel-Jahr 2015 (ab 20.30 Uhr im Liveticker). Vor dem Freundschaftsspiel hat Offensiv-Star Mesut Özil der "Sport Bild" ein Interview gegeben - darin stellt er verwundert fest, dass er in der Öffentlichkeit stets "Deutsch-Türke" genannt werde. "Nur ich werde so bezeichnet. Bei Sami Khedira sagt keiner 'der Deutsch-Tunesier' oder bei Lukas Podolski und Miroslav Klose 'der Deutsch-Pole'", sagte Özil, "viele vergessen, dass ich in Gelsenkirchen geboren wurde, in Deutschland aufwuchs."

Im Interview vor seinem 63. Länderspiel erklärte Özil auch, warum er vor Spielen nicht die Nationalhymne mitsinge: "In diesem Moment konzentriere ich mich auf das Spiel. Und ich bete während der Hymne, für Glück und Gesundheit", sagte der 26-jährige Arsenal-Profi.

Schweigeminute und Trauerflor

Unterdessen steht auch die Nationalmannschaft unter dem Eindruck des tragischen Flugzeug-Unglücks der Germanwings-Maschine in Frankreich: "Es macht mich traurig und wahnsinnig betroffen", kommentierte Bundestrainer Joachim Löw.

Auch beim Abschlusstraining auf der "Kleinen Kampfbahn" an der Frankfurter Commerzbank-Arena war die Stimmung nach den Informationen über den Absturz der Germanwings-Maschine mit vielen deutschen Staatsbürgern gedämpft. "Wir sind auch tief betroffen und fassungslos. Unsere Gedanken gelten den Angehörigen und Opfern", sagte Teammanager Oliver Bierhoff. Das DFB-Team wird in Kaiserslautern mit Trauerflor spielen und eine Schweigeminute abhalten.

feh/DPA / DPA

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