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Lettland-Pleite: Kahn &Co. in der Einzelkritik

Die Youngsters Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger als Aktivposten, die alten Hasen Hamann und Fredi Bobic Totalausfälle: Die deutschen Kicker in der Einzelkritik

Kahn: Vier deutsche Abwehrspieler ließ Verpakovskis stehen, am Kapitän kam er nicht vorbei (40.). Hatte sonst nichts zu tun.

Friedrich:

Früh mit der Gelben Karte belastet, traute er sich nicht mehr, die Handbremse zu lösen. Wurde selten angespielt.

Wörns:

Wie schon gegen die Niederlande die Zuverlässigkeit in Person. Zweikampfstark, sicher, der beste deutsche Spieler.

Baumann:

Der Nowotny-Ersatz war ein ständiger Unsicherheitsfaktor. Haarsträubende Abspielfehler und schlechtes Zweikampf-Verhalten.

Lahm:

Der Turbo auf der linken Seite und der Einzige, der um permanenten Druck bemüht war. Ein Fehler führte fast zum 0:1 (80.)

Hamann:

Statt Stratege nur ein Hemmschuh im deutschen Spiel. Viel zu langsamer Aufbau, keine Ideen.

Frings: Erst auf links ein Ausfall, dann auf rechts ebenso schlecht. Fehlpass- und Foul-Festival. Baute auch konditionell ab.

Schneider:

Ein guter Schuss, ansonsten aber lief das Spiel an ihm vorbei. Lieferte Völler alle Argumente, ihn zur Pause auszuwechseln.

Ballack:

Deutlich defensiver als gegen die Niederlande. Bemühte sich in der 2. Halbzeit vergebens, den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

Bobic:

Seine letzte Chance nutzte er nicht. Das einzig Positive: Obwohl ihm nichts gelang, gab er nie auf.

Kuranyi:

Immer präsent und immer gefährlich, aber wieder ohne Glück im Abschluss. Allerdings bekam er selten brauchbare Zuspiele.

Schweinsteiger:

Der Youngster kam für Schneider. Viel lebhafter, aber zu eigensinnig und überhastet. Er riskierte wenigstens etwas.

Klose:

EM-Debüt nach 67 Minuten, doch ohne jede Torgefahr. Vergab eine Kopfballchance in der Nachspielzeit kläglich. Der WM-Torjäger ist nicht in Form.

Brdaric:

Kam als Joker, war aber nicht mehr zu sehen.

DPA / DPA
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