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Maradona-Geständnis: "Hand Gottes" war linke Faust

Vor 19 Jahren schlug Diego Maradona im WM-Viertelfinale gegen England den Ball per Hand ins Tor - Argentinien gewann und wurde später Weltmeister. Lange schwieg Maradona zur vieldiskutierten Szene - jetzt liefert er Details und Begründung.

Das argentinische Fußball-Idol Diego Maradona hat erstmals eingeräumt, dass die berühmte "Hand Gottes" beim Tor gegen England bei der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko seine linke Faust war. Der englische Torwart Peter Shilton sei mit 1,86 Meter für ihn einfach zu groß gewesen, um bei einem Kopfball eine Chance zu haben, sagte Maradona am Dienstag in seiner zweiten Fernsehshow im argentinischen Fernsehen.

Maradona hatte im Weltmeisterschafts-Viertelfinale am 22. Juni 1986 im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt beim 2:1 über England das 1:0 (51. Minute) für die Argentinier erzielt, als er in eine missglückte Rückgabe von Hodge lief und per Hand den verdutzten Torwart Shilton überwand. "Es war die Hand Gottes und der Kopf Maradonas", erklärte er nach dem Spiel, in dem ihm auch noch das 2:0 (54./Gegentor Linaker 80.) gelang. Argentinien gewann bei der WM 1986 schließlich auch den Titel durch ein 3:2 im Finale über Deutschland.

Seine Kameraden hätten ihm damals nur etwas schüchtern zu dem Tor gratuliert, weil sie gleich gemerkt hätten, dass es sich um ein "geraubtes" Tor handelte. "Ich aber habe ihnen gesagt: Wer einen Räuber beklaut, dem wird 100 Jahre lang vergeben", erzählte Maradona in seinem Programm "Die Nacht der 10". Die Erinnerung an den 1982 gegen Großbritannien verlorenen Krieg um die Falkland-Inseln im Südatlantik war damals in Argentinien noch sehr frisch.

DPA / DPA
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