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Umstrittene VAR-Entscheidung im Pokal "Respekt bedeutet auch, sich den Scheiß anzugucken": Paderborn-Trainer pöbelt gegen Schiedsrichter

"Machen uns zum Affen": Steffen Baumgart ließ seinen Gefühlen am ARD-Mikrofon freien Lauf
"Machen uns zum Affen": Steffen Baumgart ließ seinen Gefühlen am ARD-Mikrofon freien Lauf
© Frederic Scheidemann / Getty Images
Wieder einmal eine Wutrede: Der Trainer des SC Paderborn, Steffen Baumgart, hat nach dem verlorenen Pokalspiel gegen Borussia Dortmund Schiedsrichter Tobias Stieler scharf kritisiert. Der Grund: Er schaute sich eine VAR-Entscheidung nicht selbst am Monitor an.

Paderborns Trainer Steffen Baumgart hat Schiedsrichter Tobias Stieler nach der unglücklichen Pokal-Niederlage bei Borussia Dortmund scharf kritisiert. "Das ist eine Frechheit", sagte der Coach des Fußball-Zweitligisten nach dem 2:3 (2:2, 0:2) nach Verlängerung im Achtelfinale am Dienstagabend in der ARD. "Langsam wird es lächerlich. Das ärgert mich, das hat keiner verdient. So machen wir uns zum Affen. Respekt bedeutet auch, sich den Scheiß anzugucken und eine Entscheidung zu treffen."

Stieler sah eine Ballberührung - was wohl richtig war

Das entscheidende Tor von Erling Haaland (95.) zum Dortmunder 3:2 in der Verlängerung war minutenlang wegen einer möglichen Abseitsstellung des Norwegers überprüft worden. Schiedsrichter Tobias Stieler gab den Treffer aber, weil er offenbar eine Ballberührung eines Paderborner Spielers beim Pass auf Haaland festgestellt hatte. Laut diverser Beobachter war die Entscheidung absolut korrekt.

"Wir haben die Bilder, das kann er sich 20 Mal angucken. Daraus eine Berührung des Balles zu machen, finde ich frech. Er ist nicht dran", sagte Baumgart. "Es geht hier für uns um zwei Millionen. Ich bin keine Aktiengesellschaft, wir kämpfen um jede müde Mark." Er sei nun gespannt, ob er wegen seiner Aussagen einen Brief vom Deutschen Fußball-Bund bekomme.

tis/tkr DPA

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