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Regeländerungen: Bundesliga pfeift auf Fifa-Abseitsregel

Die Schiedsdrichter des Deutschen Fußball Bunds schließen sich nicht der neuen Fifa-Abseitsregel an, sondern orientieren sich an der Uefa. Andere Änderungen wurden allerdings angenommen.

Die Diskussion um die neue Auslegung der Abseitsregel wird in der Bundesliga nicht weiter angeheizt. Die Schiedsrichter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schließen sich nicht dem Weltverband Fifa an, sondern orientieren sich an den Vorgaben des europäischen Verbands Uefa. Zudem hoffen sie, dass sich die beiden Dachverbände bald einigen. DFB-Lehrwart Eugen Strigel sieht wenig Sinn darin, "dass ein Stürmer 40 Meter frei hinter dem Ball herläuft und dann erst der Pfiff ertönt".

Grundsätzlich habe sich gegenüber der vergangenen Saison nichts geändert, heißt es in einem Schreiben an die Unparteiischen der ersten und zweiten Liga. Die Fifa hat ihre Schiedsrichter-Assistenten aufgefordert, bei einer Abseitsstellung die Fahne erst zu heben, wenn der besagte Spieler den Ball berührt. Beim Confederations Cup gab es deshalb verwirrende Szenen.

Bundesliga wird Schmuck los

Echte Regeländerungen, die der DFB von der Fifa zum 1. Juli übernommen hat, gibt es auch. Für die Spieler geraten ihre Auftritte auf dem grünen Rasen künftig etwas schmuckloser: Die Schiedsrichter wurden angewiesen, keinerlei Hals- oder Armketten oder Ringe zuzulassen. Tapen alleine reicht nicht mehr. Damit reagierte der DFB auch auf einen Vorfall in der Schweiz, als ein Profi sich beim Torjubel am Zaun den kompletten Finger abgerissen hatte, weil er mit seinem Ring hängen geblieben war.

Weniger selten kommt wohl die Regel 4 bei der Ausrüstung der Spieler zur Anwendung: "Spielen ohne Schuhe ist nach wir vor nicht erlaubt und wird mit einem indirekten Freistoß fortgesetzt. Auf die Gelbe Karte wird künftig verzichtet."

Mindesabstand beim Einwurf

Mit dem Abpfiff ist für den Schiedsrichter künftig nicht mehr Schluss: Der Unparteiische darf Disziplinarstrafen vom Betreten bis zum Verlassen des Feldes aussprechen. Das sollten sich vor allem jene Profis merken, die gerne nach der Partie auf die Spielleiter zustürzen, um ihnen mehr oder weniger freundlich ihre Meinung zu sagen. Spieler, Ersatzspieler und bereits Ausgewechselte kann noch Gelb oder Rot gezeigt werden. Und noch eine Änderung: Beim Einwurf muss der Gegner einen Mindestabstand von zwei Metern halten. Wer sich nicht daran hält, kann eine Verwarnung kassieren.

DPA / DPA
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