Sex-Affäre beim FC Thun Spieler wegen "Schändung" vor Gericht


Die Polizei hat in der Sex-Affäre um den Schweizer Erstligisten FC Thun fast fertig ermittelt. Ein Spieler hatte Geschlechtsverkehr und Oralsex mit einer 15-Jährigen, andere knutschten mit dem Teenager "nur" herum.

Die juristische Aufarbeitung der Sex-Affäre beim Schweizer Erstligisten FC Thun schreitet voran. Ein Spieler werde sich zusammen mit einem anderen Mann vor dem Kreisgericht verantworten müssen, wie am Montag kurz vor Abschluss der Ermittlungen vom Untersuchungsrichter des Berner Oberlands mitgeteilt wurde.

Den Angeschuldigten wird vorgeworfen, mit dem damals 15-jährigen Mädchen "in Kenntnis seines urteilsunfähigen Zustands" Geschlechts- und Oralverkehr gehabt zu haben. Die Schweiz kennt dafür den Strafbestand der "Schändung". Einer der beiden Männer war zum Zeitpunkt der vorgeworfenen Handlungen Spieler des FC Thun - beide sind geständig.

Mädchen aus der Fanszene

Acht weitere Personen werden gestützt auf die polizeilichen Ermittlungen an das Strafeinzelgericht Thun überwiesen. Sechs von ihnen sollen Spieler sein, die zur Zeit dem FC Thun angehören oder zum Zeitpunkt der Straftaten angehört haben. Die Vorwürfe reichen von Zungenküssen bis Geschlechtsverkehr. Ein Ex-Profi bekam bereits eine bedingte Geldstrafe aufgebrummt. Er hatte mit dem Teenager-Mädchen rumgeknutscht. Zunächst waren im November 14 Personen angezeigt worden. Insgesamt waren sogar 21 Personen zur Sache befragt worden. Den 14 Angezeigten wurden sexuelle Handlungen mit dem zur Tatzeit 15- jährigen Mädchen vorgeworfen. Die Handlungen sollen größtenteils im Einverständnis mit der heute 16-Jährigen, die der Fanszene zugerechnet wird, geschehen sein.

Klaus Bellstedt mit DPA


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker