VG-Wort Pixel

Strafanzeige des FC Bayern Uefa kündigt interne Untersuchungen an

Der FC Bayern hat seinen Willen bei der Europäischen Fußball-Union durchgesetzt. Im Manipulations-Skandal um zwei seiner Mitarbeiter will die Uefa nun interne Untersuchungen einleiten. Der deutsche Rekordmeister hatte zuvor Strafanzeige wegen Verleumdung gestellt.

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat im Verleumdungs-Streit mit dem deutschen Meister Bayern München eingelenkt und interne Untersuchungen angekündigt. Der Verband erklärte in einer offiziellen Mitteilung auf seiner Homepage "dass die Uefa nunmehr auf Grund der Medien-Berichterstattung die Reaktion des FC Bayern München versteht". Man habe den deutschen Rekordmeister darüber informiert, "dass die Uefa eine interne Untersuchung über die gesamte Angelegenheit eröffnet hat, um den Fall aufzuklären."

In einem Gespräch zwischen Uefa-Präsident Michel Platini, Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino sowie Bayern-Vorstandsvorsitzendem Karl-Heinz Rummenigge und dessen Stellvertreter Karl Hopfner habe man Einigkeit darüber erzielt, "dass absolute Klarheit über die Angelegenheit erzielt werden muss".

50 Millionen Euro von der Russen-Mafia

Die Münchner hatten in der Affäre um den vermeintlichen Verdacht eines Wettbetrugs beim Halbfinal-Rückspiel des FC Bayern im Uefa-Cup bei Zenit St. Petersburg (0:4) Strafanzeige wegen Verleumdung gegen den Uefa-Disziplinarchef Peter Limacher und einem seiner Mitarbeiter Strafanzeige gestellt. Man sei "leider absolut überzeugt, dass ein Bericht des Magazins stern der Wahrheit entspreche. Demnach soll Limacher und dessen reichlich zwielichtiger Mitarbeiter Robin Boksic die Münchner mit Unwahrheiten und Verleumdungen diskreditiert haben. Es geht unter anderem um Behauptungen, dass die Russen-Mafia vom Unterwelt-Ring Tambowskaja angeblich 50 Millionen Euro an den FC Bayern für die Manipulation des fraglichen Spiels gezahlt haben soll.

Infantino hatte zunächst erklärt, er sei "von der Reaktion des FC Bayern extrem überrascht". Es scheine, "als würden sie überreagieren".

mre/SID SID

Mehr zum Thema



Newsticker