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Pressekonferenz-Video Thorsten Legat hat mit Internet-Hype "ein riesengroßes Problem"

Thorsten Legat hat ein "riesengroßes Problem" mit dem Hype um sein Video.
Thorsten Legat hat ein "riesengroßes Problem" mit dem Hype um sein Video.
© Screenshot/Youtube
Das Video mit der grandiosen Pressekonferenz von Thorsten Legat beim FC Remscheid ist der Knaller im Netz. Der Ex-Bundesligaprofi kann den Hype nicht so ganz nachvollziehen und geht davon aus, "dass man sich da ein bisschen belustigt".

Vergangene Woche wurde Thorsten Legat als neuer Trainer beim Landesligisten FC Remscheid vorgestellt. Das Video dazu entwickelte sich schnell zum Renner im Netz. Der Hashtag #Legat war zeitweise sogar auf Platz vier der Twitter-Trends. Grund dafür waren Legats Sprüche in holpriger Grammatik. Er sei ein "Instinkttrainer" und "wenn die Leute meinen, sie müssten aufhören, nur weil sie den Finger gebrochen haben - Fußballspielen kann jeder!".

Sein Ziel: "richtungswegend Klassenerhalt" und "die Investion von den Spielern, die wird am Tage geführt". Heißt: Freitagabends feiern ist nicht drin. Oder um es mit Legats Worten zu sagen: "Man geht Freitag auch mal schön weg, ballert sich den Arsch voll. Aber nicht mehr bei mir!"

Von einem Reporter des Lokalfernsehens "rs1.tv" auf den Hype angesprochen, antwortet der ehemalige Bundesligaprofi: "Also ich hab da ein riesengroßes Problem". Warum, das kann er in den folgenden Minuten aber irgendwie nur bedingt rüberbringen.

Er erzählt von seiner Biographie ("Wenn das Leben foul spielt"), in dem er unter anderem über seinen alkoholabhängigen, gewalttätigen Vater schreibt, der ihn regelmäßig misshandelte. "Wenn man dann meint, man müsste die ganzen Vergangenheiten vor zehn, 15, 20, 30 Jahren wieder hervorbringen, dann halte ich mich da raus". Er werde da "kommentarlos nix mehr zu sagen". Er sei 47 und werde sich nicht mehr ändern. "Ich werde nur die Wahrheit sagen (...) und wenn ich was hier in der Pressekonferenz gesagt habe (...)  dann stehe ich dazu auch". Er habe alles schon miterlebt und ihm brauche keiner etwas vormachen.

"Der FC Remscheid ist eine gute Adresse"

Vom Reporter darauf angesprochen, dass ein offenes und ehrliches Wort im Profifußball heutzutage eher selten geworden ist, antwortet Legat, dass man seines Erachtens mit Äußerungen in der ersten, zweiten oder dritten Liga eher behutsam sei. Er aber sei dafür nicht prädestiniert. Er sei authentisch und können sich nicht verstellen. Er sei konsequent und direkt und werde das auch sein ganzes Leben lang bleiben. Und wenn "ich sage, dass die Jungs Freitag vorm Spiel saufen gehen oder sonst was, das ist eben halt so." Das seien eben aber auch alles"arbeitsbedingte Leute" die jung sind, teilweise Familie hätten und "schwer arbeiten für ihr Geld".

Zum Schluss räumt er noch ein, dass ihm in Sachen Vereinsname "zwei, drei Fauxpas" unterlaufen seien. Legat hatte während der Pressekonferenz immer wieder das "e" bei Remscheid derart in die Länge gezogen, dass es klang wie "FC Reeehmscheid". Dafür wolle er sich entschuldigen und stellt klar: "Der FC Remscheid ist eine gute Adresse und ich glaube ich fühle mich sehr wohl hier!"

jek

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