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UI-Cup: Hertha besiegt Moskau

Aufatmen bei Hertha BSC. Durch den 2:0-Sieg gegen FK Moskau im UI-Cup schaffen die Berliner doch noch den Sprung in den europäischen Wettbewerb. Auf den Einsatz von Marcelinho wurde kein Wert mehr gelegt.

Dank Torjäger Marko Pantelic und Regisseur Yildiray Bastürk hat Fußball-Bundesligist Hertha BSC doch noch den Sprung in den UEFA-Cup geschafft. Im UI-Cup-Rückspiel beim FK Moskau gewannen die Berliner am Samstag 2:0 (1:0), nachdem sie am vorigen Sonntag daheim nicht über ein 0:0 hinaus gekommen waren. Damit dürfen die Hauptstädter in der zweiten UEFA-Cup-Qualifikationsrunde am 10. und 24. August teilnehmen, die am Freitag ausgelost wird.

Pantelic gelang in der 25. Minute die wegweisende Führung, nachdem er im Vorjahr nach seinem Wechsel von Roter Stern Belgrad international noch nicht für Hertha BSC spielen durfte. Der Serbe nahm eine Flanke von Ellery Cairo mit der Brust an und jagte den Ball dann aus 14 Metern unhaltbar ins Netz. Es war Herthas erstes Europapokaltor nach sechs erfolglosen Spielen. Zwei Minuten vor dem Ende legte Pantelic den Ball zudem maßgerecht für Bastürk vor.

Marcelinho wird nicht vermisst

Während Pantelic damit der Matchwinner war, blieb Mittelfeldstar Marcelinho nur auf der Ersatzbank. Der zu spät aus dem Urlaub zurückgekehrte Brasilianer war von Trainer Falko Götz beim Hinspiel sogar im Trainingslager in Österreich gelassen worden. Marcelinho, dessen Abschied wohl bevorstehen dürfte, wurde allerdings kaum vermisst. Im Mittelfeld ersetzte Routinier Andreas Schmidt den verletzten Kevin-Prince Boateng.

Götz hatte gegen den Tabellen-Achten der russischen Liga in der Abwehr erstmals nach der WM wieder den Kroaten Josip Simunic aufgeboten, während die anderen WM-Teilnehmer Arne Friedrich und Gilberto noch fehlten. Herthas Defensive wurde vor nur 3500 Zuschauern bis zur Pause aber kaum geprüft. Dafür dominierten die Berliner bei angenehmen Temperaturen von unter 20 Grad zunächst dank ihrer aggressiven und engagierten Spielweise. Lediglich im Abschluss blieben die Schützlinge von Götz zu uneffektiv.

Die Hausherren verstärkten nach der Pause den Druck. Eine Flanke von Damian Gorawski segelte quer vor dem Hertha-Tor vorbei (46.), dann köpfte Dimitri Kiritschenko (54.) drüber. Fünf Minuten später konnte Sofian Chahed gegen den frei vor dem Kasten aufgetauchten Stürmer erst im letzten Moment klären. Die Berliner Abwehr geriet teilweise ins Schwimmen, Moskau konnte aber wie im Hinspiel seine Chancen nicht nutzen.

DPA / DPA

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