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VfB Stuttgart: Sammer muss gehen

Der VfB Stuttgart hat sich nach nur einem Jahr überraschend von seinem Cheftrainer Matthias Sammer getrennt. Im Sommer 2004 als Nachfolger von Felix Magath zu den Schwaben gekommen, sollte er eigentlich drei Jahre bleiben.

"Wir haben heute Morgen in beiderseitigem Einvernehmen beschlossen, künftig getrennte Wege zu gehen", sagte VfB-Präsident Erwin Staudt der DPA. Ein Nachfolger für den 37-Jährigen stehe noch nicht fest. "Ausschlaggebend war die mentale Geschichte", sagte Staudt. "Die ganze Art und Weise, wie wir uns zuletzt präsentiert haben, war nicht gut."

Sammer war im Sommer 2004 als Nachfolger von Felix Magath zu den Schwaben gekommen, wo er einen Vertrag bis 30. Juni 2007 unterschrieb. Die Mannschaft hatte nach schwachen Leistungen in der Endphase der Saison und nur vier Punkten aus den letzten sechs Spielen die Qualifikation für die Champions League verpasst. Zudem wurde dem 37-Jährigen ein gestörtes Verhältnis zu den Stuttgarter Jungstars Kevin Kuranyi und Alexander Hleb sowie weiteren Führungsspielern nachgesagt. Auch die defensive Spielweise und das häufig unmotivierte Auftreten der Profis hatte zuletzt mehrfach für öffentliche Kritik an Sammer und Spannungen mit den Fans gesorgt.

Vor seinem Wechsel nach Stuttgart hatte Sammer von 2000 bis 2004 Borussia Dortmund trainiert und den BVB 2002 zur Meisterschaft geführt. Als Spieler war ihm dieser Erfolg mit der Borussia 1995 und 1996 gelungen, zudem war er 1997 Champions-League-Sieger geworden. Mit dem VfB Stuttgart hatte er als Profi bereits 1992 unter Coach Christoph Daum den deutschen Meistertitel gefeiert. 1996 wurde der 51fache Nationalspieler unter Berti Vogts Europameister.

Erste Reaktionen

Torhüter Timo Hildebrand: "Ich bin schockiert und total überrascht."

Abwehrspieler Andreas Hinkel: "Ich bin überrascht, aber wir müssen jetzt nach vorne schauen."

Stürmer Kevin Kuranyi: "Es ist schade, dass Matthias Sammer keine zweite Chance bekommen hat."

Mittelfeldspieler Thomas Hitzlsperger, wechselt zum VfB: "Ich habe die Diskussionen nur aus der Ferne mitbekommen, aber mit so etwas habe ich nicht gerechnet."

DPA / DPA

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