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Zwei VAR-Einsätze, zwei Elfmeter und ein Tor VAR-Chaos in Dortmund: Neun Minuten herrschte großes Durcheinander

Nach dem ersten VAR-Einsatz entscheidet Schiedsrichter Cüneyt Cakir auf Strafstoß für den BVB
Nach dem ersten VAR-Einsatz entscheidet Schiedsrichter Cüneyt Cakir auf Strafstoß für den BVB
© Ina Fassbender / AFP
Im Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Sevilla liefert die Geschichte des Video-Schiedsrichters eine neue Kuriosität, den doppelten VAR sozusagen. Der Einsatz war wohl korrekt, mutet aber doch merkwürdig an.

Borussia Dortmund hat das Viertelfinale der Champions League erreicht – das erste Mal seit 2017. Wieder war es eine große Haaland-Show. Der norwegische Angreifer erzielte beide Treffer für den BVB beim 2:2 gegen den FC Sevilla. Die Entstehung des zweiten Tores war dabei besonders kurios und wieder war es der Videoschiedsrichter (Video Assistant Referee; VAR), der maßgeblich zum Geschehen beitrug. Man könnte auch sagen, die Fußball-Welt hat am Dienstagabend die Geburt des doppelten VAR mit Verzögerung erlebt.

Mitten im Geschehen: Schiedsrichter Cüneyt Çakır. Der türkische Referee verzog während der sechs Minuten, die es benötigte, bis das zweite Tor des BVB offiziell war, keine Miene. Çakır gehört nicht umsonst zu den besten seines Fachs, auch der doppelte VAR brachte ihn nicht aus der Fassung. Sogar nach der abschließenden Rudelbildung verteilte er gerecht zwei gelbe Karten, eine an Haaland und eine an Joan Jordán vom FC Sevilla.

Zwei Minuten zwischen Foul und VAR-Einsatz

Und das ist passiert: Kurz nach der Pause erzielt Haaland das 2:0, Çakır nimmt das Tor des Norwegers nach Hinweis des VAR aber zurück. Stattdessen entscheidet er auf Elfmeter für den BVB. Der Clou: Das Foul, das zum Strafstoß führte, war bereits zwei Minuten vorher passiert. Es war ein Trikotzupfer von Jules Koundé an Haaland bei einem BVB-Angriff zuvor.

Den Strafstoß von Haaland hält Keeper Yassine Bounou. Das Spiel läuft kurz weiter, bis der VAR ein zweites Mal eingreift. Schiedsrichter Çakır betrachtet erneut die Bilder und lässt daraufhin den Strafstoß wiederholen, weil der Torwart deutlich vor dem Schuss mit beiden Beinen die Linie verlassen hatte. Im zweiten Versuch macht Haaland es besser und trifft. "Beim zweiten Elfmeter war ich schon ein wenig nervös“, gestand Haaland später im TV-Interview bei Sky.

Zu guter Letzt eine Rudelbildung

Dass Haaland Keeper Bounou ein paar Worte nach dem Treffer erzählte, führte zur Rudelbildung. Es war die Revanche dafür, dass der Torwart Haaland nach dem ersten Strafstoß provoziert hatte. Sevilla gelang später noch der Ausgleich, aber es reichte nicht mehr für die Verlängerung und der BVB durfte feiern gehen.

tis

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