Wiedergutmachung Kostenlose Auswärtsspiele für Hertha-Fans?


Auf Gehalt wollen die Hertha-Spieler nicht verzichten, ihren Fans als Wiedergutmachung für die katastrophale Hinrunde aber was ganz Besonderes bieten: Hertha-Freunden soll der Besuch der Auswärtsspiele finanziert werden.

Die Mannschaft von Hertha BSC hat einen von der Vereinsführung angeregten Gehaltsverzicht abgelehnt. Wie Berliner Zeitungen am Donnerstag übereinstimmend berichteten, wollen die Spieler des Bundesliga-17. stattdessen die Reisekosten ihrer Fans zu den Rückrunden-Auswärtsspielen übernehmen. Das Team müsste dafür rund eine Million Euro aufbringen.

Eine offizielle Reaktion des Vereins gab es zunächst nicht. Manager Dieter Hoeneß sprach lediglich von einem "Schritt in die richtige Richtung", wollte aber erst ein Gespräch mit dem Mannschaftsrat abwarten.

Hertha-Profis lehnen Gehaltsverzicht ab

Als Wiedergutmachung für die "Schande" (Hoeneß) von nur 13 Punkten in der Hinserie sollte die Mannschaft "ein Zeichen setzen". Dabei war ein Einfrieren von 25 Prozent des Gehaltes ins Gespräch gekommen. Dieser Anteil sollte nur im Fall des geglückten Klassenverbleibs ausgezahlt werden. "Wir haben alle stark leistungsbezogene Verträge und schon viel Geld weggespielt", sagte Kapitän Dick van Burik und machte damit deutlich, dass ein Gehaltsverzicht bei den Profis von Beginn an zumindest stark umstritten war.

Meyer fände es "prima"

Der vom Mannschaftsrat initiierte Kompromiss, den Hertha-Fans kostenlos den Besuch der kommenden acht Auswärtsspiele zu finanzieren, war offenbar durch eine Indiskretion vorzeitig in die Öffentlichkeit gelangt. Bei Hertha löste dies zuerst Unverständnis aus, auch weil es keine Absprachen über die Machbarkeit der Aktion gegeben hatte. Im Schnitt reisen 2500 Berliner auswärts mit. Trainer Hans Meyer gewann der möglicherweise noch stärkeren Unterstützung in fremden Stadion Positives ab: "Wenn am Ende etwas dabei raus kommt, was uns hilft, den Abstieg zu vermeiden, dann ist das doch prima."

Rangnick wird wohl nicht Nachfolger von Meyer

Wer Hans Meyer in der nächsten Saison nachfolgt, ist immer noch offen. Der in dieser Frage häufig genannte Ralf Rangnick verneinte entsprechende Ambitionen. "Es gibt keine Anfrage und auch keine Vereinbarung mit Hertha BSC", wurde der Trainer von Hannover 96 in der "Berliner Zeitung" zitiert. Die Spekulationen waren aufgekommen, weil in seinem Vertrag eine Ausstiegsklausel vereinbart wurde, wonach er bis zum 31. März vorzeitig Hannover verlassen könnte.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker