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WM 2006: Fußball-WM hat ihr Gesicht

Vor 500 geladenen Gästen wurde am Dienstag in Gelsenkirchen das Logo der WM 2006 präsentiert. Passend zum Slogan »Die Welt zu Gast bei Freunden« fiel es bunt und heiter aus.

1298 Tage vor dem Anstoß hat die Fußball- Weltmeisterschaft 2006 ihr eigenes Gesicht bekommen. Vor 500 geladenen Gästen, unter ihnen FIFA-Präsident Joseph Blatter und die komplette deutsche Nationalmannschaft, wurde am Dienstag in der Arena »AufSchalke« das Emblem der Titelkämpfe in vier Jahren enthüllt. »Die Deutschen haben Geist und den Mut, etwas Neues zu kreieren. Nie hat es so etwas Dynamisches gegeben«, lobte Blatter das Logo in den höchsten Tönen: »Ich hätte nie gedacht, dass wir uns in Deutschland und in der konservativen FIFA zu so etwas Lustigem und Listigem durchringen.«

OK-Präsident Franz Beckenbauer, an der Gestaltung maßgeblich beteiligt, zeigte sich vom Ergebnis der Bemühungen angetan: »Wir wollten fröhliche, freundliche Gesichter und zum Ausdruck bringen, dass wir mit den Leuten aus aller Welt feiern wollen.« Und auch Innenminister Otto Schily hob die Botschaft des Erkennungszeichens hervor: »Wir wollten uns als weltoffenes, fröhliches und gastfreundliches Land präsentieren.«

»Die Welt zu Gast bei Freunden«

Passend zum Slogan (»Die Welt zu Gast bei Freunden«) stehen bunte Gesichter in den Farben blau, grün und orange im Mittelpunkt des viergeteilten Emblems. Auch der FIFA-Weltpokal und die Botschaft: »Deutschland 2006« ist auf dem von Designern aus London und München kreierten Logo festgehalten. Bei Teamchef Völler fand das Logo ebenfalls Zustimmung: »Es soll eine fröhliche WM werden. Dazu gehört, dass Farbe reinkommt und viel Gelächter. Ich war sofort begeistert.« Und Kapitän Oliver Kahn ergänzte im Spaß: »Nach diesem Logo will ich auch dabei sein.«

Am Rand des Festaktes präsentierte das WM-OK die Baumarktkette Obi als dritten von maximal sechs nationalen Sponsoren, die im Schnitt 10 bis 15 Millionen Euro einbringen. Kritik übte OK-Vizepräsident Fedor Radmann jedoch angesichts der Finanzkrise in der Bundesliga am wirtschaftlichen Handeln einiger Bundesliga-Clubs. »Die Vereine müssen sich auch ein sauberes, konservatives Wirtschaftsgebahren wie in jeder normalen Firma aneigenen«, sagte der OK-Vizepräsident im Bayerischen Fernsehen. »Du kannst am Schluss nur das ausgeben, was du einnimmst. Du musst sauber planen und Reserven haben. Vielleicht gibt es da auch einen kleinen Reinigungsprozess«, meinte Radmann.

Der rechtzeitige Umbau des WM-Stadions in Kaiserslautern sei trotz der Finanzsorgen des 1. FCK nicht gefährdet. Radmann ließ dennoch Skepsis durchblicken, dass der Verein die Situation allein meistert. »Kaiserslautern ist in der Tat im Moment in einem schwierigen Gewässer. Aber wir sind zuversichtlich, dass das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Kaiserslautern alle da zusammen helfen«, erklärte der Vize-Präsident. Im Moment gehe man davon aus, dass es bei den vorgesehenen zwölf Stadien bleibe.

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