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Nationalelf: Wie Popstars empfangen

Die Euphorie um Jürgen Klinsmann und die Nationalelf geht weiter. Bei der Ankunft der Mannschaft im Stuttgarter Quartier spielten sich Szenen ab, wie sonst nur bei Auftritten von Tokio Hotel.

Tausende von kreischenden Mädchen und Plakate mit gemalten Herzchen, schallende Fangesänge, Trillerpfeifen und Absperrgitter unter dem wachsamen Auge der Polizei - die Szenerie vor dem Stuttgarter Luxushotel erinnert schon Stunden vor dem Eintreffen der Stars an ein Popkonzert der Teenie-Band "Tokio Hotel" oder an die Oscar-Preisverleihung. Doch in dem Bus, der dann nach stundenlangem Warten der laut Polizei rund 6000 Fans an der Masse vorbeirauscht, sitzen keineswegs Popgrößen oder Leinwandstars. Die deutschen Fußball-Nationalspieler beziehen am Abend vor dem "kleinen Finale" ihr Mannschaftsquartier in der Innenstadt.

"Das schönste sind ja nicht die paar Sekunden des Eintreffens", meint die 16-jährige Saskia euphorisch. "Viel schöner sind die Stunden des gemeinsamen Wartens, der Vorfreude." Gemeinsam mit ein paar Freundinnen hat die Schülerin aus Esslingen schon am Nachmittag Stellung bezogen vor dem Hotel am Hauptbahnhof. Mit Nationaltrikots und deutschen Fahnen, schwarz-rot-goldenen Streifen auf den Wangen und ausgelassenen Schlachtrufen zeigen die Mädchen in ihrer ungewöhnlichen "Hotel-Fankurve" deutlich, für wen in diesen Tagen ihre Herzen schlagen. Auch die Stadt findet passende Worte: "Danke für 4 tolle WM-Wochen", heißt es auf einem übergroßen Plakat an der Hotelfassade. "Wir sind stolz auf Euch."

Das Warten scheint den wenigsten etwas auszumachen. "Die haben so eine geile WM gespielt, da haben sie es auch verdient, dass man sich ein bisschen die Beine in den Bauch steht", sagt Bastian (15), der der Mannschaft auch schon beim Sieg gegen die Schweden (2:0) im Achtelfinale in München zugejubelt hat. Nun strahlt er mit seinen Freunden vor einer der zahlreichen TV-Kameras um die Wette. Seine Stars bekommt er allerdings nicht zu Gesicht. Von einem pünktlich einsetzenden Platzregen begleitet verlässt die Mannschaft schnell den Bus und hastet über den roten Teppich ins Hotel. Nur Jens Lehmann, David Odonkor, Bastian Schweinsteiger und der umjubelte Lukas Podolski zeigten sich noch einmal kurz der Menge.

Am späten Nachmittag waren bereits die portugiesischen Gegner von ihren Fans am Hotel jubelnd begrüßt und zum anschließenden Training wieder verabschiedet worden. Das Team um Kapitän Luis Figo, das im "kleinen Finale" (Samstagabend, 21.00 Uhr) den Deutschen gegenübersteht, musste allerdings bei seiner Landung auf dem Flughafen einem Gewitter ausweichen und kam erst zwei Stunden verspätet am Flughafen in Stuttgart an. Die Maschine der "Klinsmänner" setzte dagegen fast pünktlich auf. Mit dem Mannschaftsbus wurden die deutschen Kicker danach zügig in den Stuttgarter Talkessel gebracht, wo sie die Nacht vor dem Spiel um den dritten Platz verbringen sollten.

Martin Oversohl/DPA / DPA

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Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.