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Fußball-WM 2022 in Katar: DFB-Mannschaftsarzt: Hitze eher psychologisches Problem

Temperaturen von bis zu 50 Grad sind keine Seltenheit im Mini-Wüstenstaat Katar. Trotzdem sieht DFB-Mannschaftsarzt Tim Meyer das extreme Klima eher als psychologisches Problem.

DFB-Mannschaftsarzt Tim Meyer sieht die Fußball-WM 2022 in Katar trotz des extremen Klimas mit Temperaturen von bis zu 50 Grad "aus sportmedizinischer Sicht zwar als schwierig, aber nicht unlösbar" an. "Die Spieler müssen sich wegen der Hitze natürlich weitgehend in klimatisierten Räumen aufhalten. Das ist aber wohl eher ein psychologisches Problem", sagte der Arzt des Deutschen Fußball-Bundes dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Eine Eigenschaft von klimatisierten Räumen sei die trockene Luft, die zu einer erhöhten Flüssigkeitsabgabe an die Umgebung und damit zu trockenen Schleimhäuten führe. "Die Spieler müssen deshalb besonders viel Flüssigkeit zu sich nehmen, um Infektionen zu vermeiden", erklärte Meyer.

Die erste WM in der Wüste wird in vollklimatisierten Stadien stattfinden. Neben den Fußball-Arenen sollen auch die Trainingsstätten und Fanzonen auf 27 Grad klimatisiert werden.

Meyer fühlt trotzdem bereits mit den Anhängern mit. "Die Fans werden sich vielleicht eher auch einmal draußen aufhalten. Das wird bei der Hitze hart, gegen die direkte Sonneneinstrahlung sollte man zwar eine Kopfbedeckung tragen, aber schon die ebenfalls ratsamen langen Ärmel muss man bei den Temperaturen erst einmal tolerieren", sagte Meyer.

SID / SID
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