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Turnier in Katar 2022: Widersprüchliche Fifa-Aussagen über WM-Termin

Fifa-Generalsekretär Valcke erklärte in einem Interview, dass die WM in Katar im Winter stattfinden wird. Vizepräsident Boyce ist "schockiert" darüber - und dementiert die Aussage prompt.

Fifa-Vizepräsident Jim Boyce ist "schockiert" über die Äußerungen von Generalsekretär Jérôme Valcke zur Fußball-WM 2022 in Katar. Die Entscheidung darüber fälle das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes, sagte Boyce am Mittwoch dem TV-Sender Sky Sport. "Stand jetzt bleibt das Turnier im Sommer", betonte Boyce. Eine Entscheidung über den Termin falle nicht vor Ende 2014/Anfang 2015.

Valcke hatte zuvor dem französischen Radiosender France Info gesagt, dass die WM nicht im Sommer 2022 stattfinden und stattdessen "zwischen dem 15. November und spätestens dem 15. Januar" ausgetragen werde.

Ob dies in der Saison 2021/22 oder 2022/23 geschehen soll, ließ der Franzose offen. Die endgültige Entscheidung über den Zeitpunkt fällt das Exekutivkomitee des Weltverbandes. In den Wintermonaten sei das Wetter mit Temperaturen um die 25 Grad in dem Wüstenstaat am erträglichsten, führte Valcke weiter aus. "Das ist perfekt, um Fußball zu spielen."

Respekt vor Olympischen Winterspielen

Anfang Oktober hatte die Fifa eine Task Force gegründet, die bis Ende 2014/Anfang 2015 den geeigneten Termin finden soll und bei ihrem Entscheidungsprozess die Meinung von Spielern, Vereinen, Ligen, Verbänden, Sponsoren und Medien einbeziehen soll.

Fifa-Präsident Joseph Blatter hatte sich aus Respekt vor "der olympischen Organisation" für einen Termin Ende 2022 ausgesprochen, der nicht mit den Winterspielen kollidiert. Neben der Debatte um den Termin steht die WM in Katar aber vor allem wegen der Arbeitsbedingungen an den Sportstätten in der Kritik.

awö/DPA / DPA
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