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Eklat bei der WM: Ghana schmeißt Boateng aus dem Kader

Für Kevin-Prince Boateng ist die WM bereits vorbei. Ghanas Superstar wurde vom WM-Kader suspendiert. Er soll seinen Trainer beleidigt haben. Boateng behauptet das Gegenteil.

Eklat bei Ghana: Wie der ghanaische Fußball-Verband GFA inzwischen offiziell bestätigt hat, sind Kevin-Prince Boateng und dessen Teamkollege Sulley Muntari mit sofortiger Wirkung aus dem Nationalteam ihres Landes geschmissen worden.

Während Muntari in der offiziellen Erklärung ein tätlicher Angriff auf ein Mitglied des Exekutivkomitees Ghanas vorgeworfen wird, wurde Schalkes Boateng wegen "vulgären Beschimpfungen" gegenüber Coach Kwesi Appiah während einer Trainingseinheit am Mittwoch suspendiert. Er habe seit dem keine Anzeichen von Reue gezeigt, heißt es in der offiziellen Stellungnahme weiter. Mittlerweile soll er das Trainingscamp bereits verlassen haben.

"Es fielen Wörter wie: Fuck off"

Boateng selbst schilderte in einem Interview des Onlineportals der Sportzeitschrift "Sportbild" nur wenige Zeit später seine Sicht der Dinge - und die stimmen mit Ghanas Erklärung kaum überein. Demnach hätten er und Muntari während der Trainingseinheit untereinander gescherzt und dabei auch gelacht, worauf Appiah das Training unterbrach und die beiden fragte, warum sie lachen würden. "Wir sagten, dass alles ok sei. Daraufhin schickte er uns in die Kabine", wird Boateng zitiert.

Nach dem Trianing sei er zu Appiah gegangen, um zu fragen, was dieser gegen ihn habe. "Daraufhin fing er an, mich anzuschreien. Er beleidigte mich auch. Es fielen Wörter wie: Fuck off", so der 27-Jährige, der am Donnerstagmorgen von seiner Suspendierung erfahren habe. "Ich akzeptiere das absolut – nur sollte keiner glauben, dass ich den Trainer beleidigt hätte oder mir etwas zu Schulden kommen ließ. Ich reise nun ab und wünsche meinen Kollegen alles erdenklich Gute für die WM und das Spiel gegen Portugal", sagte Boateng am Ende des Interviews.

mod

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