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Fußball-WM 2014 in Brasilien: Alle Stadien und Spielorte auf einen Blick

Die Fußball-WM in Brasilien wird in zwölf Stadien ausgetragen. Das Eröffnungsstadion in São Paulo wird wohl gerade noch rechtzeitig zum WM-Anpfiff fertig.

Die Stadien im Porträt

Arena Corinthians in SÃO PAULO

Dort wird die WM am 12. Juni eröffnet. Die Bauarbeiten gerieten wegen eines Kranunfalls im November 2013 mit zwei Toten erheblich in Verzug. Im März starb erneut ein Arbeiter bei einem Sturz. Keiner zweifelt aber daran, dass die WM in dem auch als "Itaquerão" bekannten Stadion eröffnet wird. Die Arbeiten laufen seit fast drei Jahren. Kostenpunkt: 820 Millionen Reais (267,5 Mio Euro). Offizielle Eröffnungspartie: 18. Mai (Corinthians-Figueirense). Neben dem WM-Eröffnungsspiel (Brasilien-Kroatien) werden in São Paulo drei WM-Gruppenspiele, ein Achtel- sowie ein Halbfinale ausgetragen - vor maximal 68 000 Zuschauern.

Arena da Baixada in CURITIBA

Die komplett sanierte Arena des Clubs Atlético Paranaense drohte wegen massiver Verzögerungen bei den Bauarbeiten als Spielstätte vom WM-Plan zu fliegen. Doch die FIFA bestätigte Curitiba letztlich als Spielort. Verzögerungen gab es in den vergangenen Wochen beim Einbau der Sitze. Ende April waren nur 27 000 der 43 000 Sitze installiert. Auch die Außenarbeiten sind noch nicht abgeschlossen. In Curitiba werden vier WM-Gruppenspiele ausgetragen.

Arena da Amazônia in MANAUS

Das 240 Meter lange und 200 Meter breite Stadion liegt an der zentralen Verkehrsachse der Amazonas-Metropole Manaus. Federführend bei Konzept und Entwurfsplanung war das deutschen Architektenbüro gmp und das Ingenierubüro sbp. Die Arena verfügt über 44 400 Sitze, entstand in rund vierjähriger Bauzeit und wurde Anfang März mit einem Regionalspiel vor 20 000 Zuschauern eröffnet. Überschattet wurden die Arbeiten durch drei tödliche Unfälle. Kostenpunkt: 669,5 Millionen Reais (rd. 219,3 Mio Euro/akt. Kurs). In Manaus werden vier WM-Gruppenspiele ausgetragen, darunter die Toppartie England-Italien (14. Juni).

Arena Pantanal in CUIABÁ

Das Stadion wurde an der Stelle des 2010 abgerissenen "Estádio Governador José Fragelli" ("Verdão") errichtet. Bei der WM finden dort 41 000 Zuschauer Platz. Die Ovalkonstruktion sticht durch eine besondere Fassadenkonstruktion hervor, die den Sonneneinfall mindern soll. Wegen der besseren Luftzirkulation wurde beim Tribünenbau auf die klassischen Fan-Ecken verzichtet. Auch hier werden vier WM-Gruppenspiele ausgetragen.

Arena das Dunas in NATAL

Die Dünen-Arena wurde am 22. Januar 2014 nach 29 Monaten Bauzeit eröffnet und bietet Platz für rund 42 000 Zuschauer. Die Fassade und die geschwungenen Teilsegmente der Dachkonstruktion sollen an die Dünen der Landregion erinnern. Die untersten Tribünensitze sind nur 15 Meter vom Spielfeld entfernt. Den Zuschauern stehen 21 Aufgänge zu Verfügung. Investitionskosten: rund 400 Millionen Reais (131 Mio Euro/akt. Kurs). In Natal werden vier WM-Gruppenspiele ausgetragen.

Estádio Beira-Rio in PORTO ALEGRE

Das Heimstadion des Clubs Internacional fällt durch seine kreisrunde selbstreinigende Fassade und Dachkonstruktion auf, deren Form an gigantische Blätter erinnert. Im Inneren sind Weiß und Rot - die Inter-Vereinsfarben - tonangebend. Das Stadion wurde komplett saniert. Die Spieler freuen sich über moderne Umkleidekabinen mit Whirlpool und Sauna. Rund 50 000 Zuschauer finden Platz in der Arena, wo zur WM vier Gruppenspiele und ein Achtelfinale ausgetragen werden.

Estádio Nacional - Mané Garrincha in BRASÍLIA

Auch an diesem Stadion waren die deutschen Architekten und Ingenieure von gmp und sbp beteiligt. Das Stadion verfügt über 72.800 Sitzplätze und hebt sich durch seine 288 bis zu 59 Meter hohen Säulen ab, auf denen die Dachkonstruktion ruht. Das Hauptbaumaterial ist Beton. Damit passt sich das größte öffentliche Gebäude Brasílias der vorherrschenden modernen Architektur des Star-Architekten Oscar Niemeyer an. Das Stadion wurde von 2010 bis 2013 errichtet. Das Nationalstadion gilt mit Gesamtkosten von satten 1,4 Milliarden Reais (458 Mio Euro/akt. Kurs) als teuerstes WM-Stadion. Dort werden sieben WM-Partien ausgetragen: Vier Gruppenspiele, ein Achtel- und ein Viertelfinale sowie das Spiel um Platz drei.

Maracanã-Stadion in RIO DE JANEIRO

Das auch kurz und knapp "Maraca" genannte Stadion ist Brasiliens prominentester Fußball-Tempel. Dort findet am 13. Juli das WM-Finale statt. Bei der ersten Brasilien-WM unterlag der Gastgeber 1950 im Maracanã Uruguay mit 1:2 - bis heute ein nationales Trauma. Auch Rio durchbrach bei den Kosten die Schallmauer von einer Milliarde Reais. Wiedereröffnet wurde das Maracanã im April 2013 nach einen Sanierungszeit von zwei Jahren und acht Monaten. Die Zuschauer der ersten Reihe trennen nur 14 Meter vom Rasen. Vier jeweils fast 100 Quadratmeter große Bildschirme halten die Fans während des Spiels auf dem Laufenden.

Castelão-Stadion in FORTALEZA

Die Arena geht als "Klassenbester" in die WM-Annalen ein, denn das Castelão wurde im Dezember 2012 als erstes der 12 WM-Stadien fertig. Fast 64 000 Zuschauer passen in die ovalförmige Arena. Auf dem Spielfeld liegt der für tropische Wetterverhältnisse geeignete Rasen "Bermuda" Typ Celebration. Zur WM werden in Fortaleza vier Gruppenspiele sowie ein Achtel- und ein Viertelfinale ausgetragen. Die DFB-Elf trifft im Castelão am 21. Juni auf Gruppengegner Ghana.

Mineirão-Stadion in BELO HORIZONTE

Der Entwurf für den Stadionumbau geht auf das deutsche Architektenbüro gmp zurück. Ursprünglich 1965 fertiggestellt steht die Arena unter Denkmalschutz. Die Zahl der Sitzplätze wurde auf fast 70.000 erhöht. In dem im Dezember 2012 eröffneten Mineirão werden vier WM-Gruppenspiele, ein Achtel- sowie ein Halbfinale ausgetragen. Das Stadion fällt durch seine markanten Betonschotten-Fassade auf und liegt direkt an dem künstlich angelegten Pampulha-See der Stadt. Bei der WM 1950 schlugen die USA im Vorgänger-Stadion Estádio Sete de Setembro England sensationell mit 1:0.

Arena Pernambuco in RECIFE

46.000 Zuschauer finden während der WM Platz in dem Stadion, das den Namen des im Nordosten Brasiliens gegelegenen Bundesstaates Pernambuco trägt. Die Arena steht in São Lourenço da Mata im Großraum der Hafenstadt Recife. Der Eröffnungstermin war Mitte April 2013, und Präsidentin Dilma Rousseff absolvierte den Anstoß auf dem Spielfeld persönlich. Zur WM werden dort fünf Partien - vier Gruppenspiele, ein Achtelfinale - angepfiffen. Die DFB-Elf tritt am 26. Juni in der Pernambuco- Arena gegen die USA vom deutschen Ex-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann an.

Das Stadion Fonte Nova in SALVADOR

Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet hier am 16. Juni ihr WM-Auftaktspiel gegen Portugal. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird unter den rund 55 000 Zuschauern sein. Besonderheit ist die "Hufeisen-Öffnung" zu einer der Querseiten des Stadions, die den Blick auf den "Deich von Tororó" frei gibt. In der Fonte-Nova-Arena werden vier Gruppenspiele, ein Achtel- und ein Viertelfinale ausgespielt.

DPA / DPA

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