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WM 2014: Vier Fragen zum Spiel: Das müssen Sie zu Costa Rica - England wissen

Zwei Spiele, sechs Punkte: Costa Rica lehrte bisher gleich zwei früheren Weltmeistern das Fürchten. Heute soll England dran glauben, für die es nach dem bereits sicheren Aus nur noch um die Ehre geht.

Wie läuft's bei Costa Rica?

Extrem gut. Mit Siegen gegen Urugay (3:1) und Italien (1:0) gelangen den Ticos bereits zwei Senastionscoups bei dieser WM - nun soll in England auch der dritte Weltmeister dran glauben müssen. Die eigene Mission in Brasilien sieht Costa Rica jedenfalls längst noch nicht als erfüllt an. "Ich kann nicht sagen, wo unsere Grenzen sind, weil ich es nicht weiß", sagte Mittelfeldspieler Celso Borges. "Sicherlich werden wir irgendwann dort ankommen, aber für den Moment träumen wir einfach weiter und schreiben Geschichte für unser Land." Das nächste Kapitel könnte schon heute aufgeschlagen werden: Der Mannschaft reicht bereits ein Unentschieden, um erstmals einen WM-Gruppensieg zu schaffen.

Wie läuft's bei England?

Weltemisterschaften und England - das will einfach nicht passen. Nach den Pleiten gegen Italien und Urugay (jeweils 1:2) und dem damit früh besiegelten Vorrunden-Aus ist die Partie für die Three Lions eigentlich bedeutungslos. Trotzdem will England die enttäuschende WM wenigstens mit einem Sieg beenden - zumal das Team heute ganz ohne Ergebnisdruck auflaufen kann. Coach Roy Hodgson will dabei auch den Reservisten eine Chance geben. Möglichst alle Akteure aus dem WM-Kader sollten "ein paar Minuten bekommen", betonte der 66-Jährige. Auch Frank Lampard darf seinen Abschied von der größten Fußball-Bühne als Kapitän geben. "Dieses Spiel ist dafür da, den Stolz zu zeigen, das englische Trikot tragen zu dürfen", betonte der Routinier.

Wer fehlt, wer ist gesperrt?

Costa Rica kann in Bestbesetzung auflaufen - weder sind Spieler gesperrt noch verletzt. Allerdings kündigte Trainer Jorge Luis Pinto an, zwei Veränderungen vornehmen zu wollen. Die Partie nimmt er jedenfalls nicht auf die leichte Schulter. "Das Mutterland des Fußballs kann sich nicht ohne Punkt verabschieden", so Pinto. "Sie haben doch noch ihren Stolz." England könnte ebenfalls seine beste Elf auf den Platz schicken - wird es aber nicht tun. Auf gleich neun Positionen will Hodgson sein Team umstellen. Auch Wayne Rooney wird daher zunächst auf der Bank sitzen.

Wer ist Favorit?

Auch wenn es sich nach wie vor merkwürdig anhört: Costa Rica. Die Mittelamerikaner gehören zu den größten Überraschungen des Turniers und müssten angesichts der englischen Vorstellung in Brasilien im Normalfall auch heute siegreich vom Platz gehen. Trotzdem sind die Ticos gewarnt: "Solche Spiele sind oft die schwersten. Wir spielen gegen ein Team, für das es um nichts mehr geht, das nichts mehr verlieren kann, das aber für seine Ehre spielen wird", sagte Verteidiger Johnny Acosta.

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mod/DPA / DPA
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