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WM-Ball: Back to the roots

Das Geheimnis des WM-Balls ist gelüftet: Am Rande der Gruppenauslosung in Leipzig wurde das speziell für die WM entwickelte Arbeitsgerät der Kicker vorgestellt. Das Design erinnert stark an das Trikot der DFB-Elf - vielleicht ja ein gutes Omen.

Der Spielball für die Fußball-WM 2006 trägt den ungewöhnlichen Namen "Teamgeist". Hersteller adidas kehrt mit dem offiziellen Ball zum klassischen schwarz-weißen Design der WM-Bälle bis 1994 zurück. Lediglich ein zarter goldener Streifen, der um die geschwungenen ovalen Applikationen gelegt ist, soll an die Farbe des Weltpokals erinnern, den der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bereits drei Mal (1954, 1974, 1990) gewonnen hat. Schwarz-Weiß steht als Farbkombination ebenfalls traditionell für Gastgeber Deutschland. Das Vorgängermodell für die WM 2002 hieß Fevernova und wurde von einer bunten Flamme geziert.

"Das ist ein toller Ball. Ich mag das klassische Design. Alle, die damit schon spielen durften, sind begeistert", erklärte Englands Star David Beckham in einem Spot des Herstellers. Live konnte die Fußball-Welt das neue Spielgerät erst während der Show zur Gruppen-Auslosung am Freitagabend in Leipzig sehen. Nachdem die Weltmeister Horst Eckel, Franz Beckenbauer und Jürgen Klinsmann noch einmal die Bälle der Jahre 1954, 1970 und 1990 in die Halle 1 der Messe getragen hatten, wurde der "Teamgeist" in einer emotionalen Präsentation vorgestellt. Auf dem Ball ist neben den drei adidas-Streifen auch das offizielle WM-Logo mit den drei lachenden Gesichtern zu sehen.

Brasiliens Kaka schwärmt vom "Teamgeist"

adidas will den an der englischen Universität Loughborough getesteten neuen Ball zehn Millionen Mal verkaufen. Die bisherige Rekordmarke halten der Fevernova (WM 2002) und der Roteiro (EM 2004) mit je sechs Millionen verkauften Exemplaren. Am Tag vor der Präsentation hatte die Aktie des Sportartikelherstellers aus Herzogenaurach um fast 3 Prozent auf 156,78 Euro zugelegt. Die ersten 320 Original-Bälle für 110 Euro, die in Thailand produziert werden, wurden direkt nach der Vorstellung auf der Messe verkauft. "Ich mag den Ball, er liegt toll am Fuß", sagte Milan-Star Kaka, der mit diesem Ball für Brasilien 2006 den WM-Titel holen will.

DPA

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