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Nach Schumachers Ski-Unfall: "Michaels Zustand ist unverändert kritisch"

Der Gesundheitszustand von Michael Schumacher ist "unverändert kritisch", wie sein Management bekanntgibt. Der Formel-1-Star befindet sich noch immer in Lebensgefahr. Auch neue Details wurden bekannt.

Am Freitag gab es einen kurzen Moment der Hoffnung, als der ehemalige Formel-1-Pilot Philippe Streiff das Krankenhaus in Grenoble verließ, indem derzeit Rennlegende Michael Schumacher behandelt wird, und den anwesenden Journalisten vor laufenden Mikrofonen erklärte: "Gerard Saillant [Schumachers behandelnder Arzt, Anmerkung der Redaktion] sagte, dass es ein ernster Zustand sei, aber glücklicherweise sei sein Leben nicht mehr in Gefahr." Selbst einschätzen könne er die Sache nicht, deshalb betonte er: "Ich bin kein Arzt, ich wiederhole nur, was Gerard Saillant mir gesagt hat." Der Mediziner sei von der Aussage wenig angetan gewesen, heißt es in verschiedenen Medien.

Am Samstagmittag hat sich auch Michael Schumachers Managerin Sabine Kehm zu Wort gemeldet und sich von der Aussage von Philippe Streiff distanziert: "Wir betonen ausdrücklich, dass jegliche Information über seinen Gesundheitszustand, die nicht von den behandelnden Ärzten oder seinem Management stammt, nicht valide und reine Spekulation ist", erklärte Kehm. Der Formel-1-Rekordweltmeister befindet sich seit einer Woche in der Universitätsklinik von Grenoble, sein Gesundheitszustand sei "unverändert kritisch", teilte sein Management mit.

Helmkamera wurde freiwillig übergeben

Es war die erste Auskunft von offizieller Stelle seit vergangenem Mittwoch. Nach Absprache mit den behandelnden Ärzten sei mit einer Pressekonferenz nicht vor Montag zu rechnen. Sabine Kehm äußerte sich auch zu Schumachers Helmkamera, die er während der Fahrt getragen haben soll. Die Familie habe die Kamera freiwillig der Polizei im Rahmen der Untersuchungen übergeben. Dies sei nicht gegen den Willen der Familie geschehen.

Bei dem Skiunfall in den Alpen erlitt Schumacher ein Schädel-Hirn-Trauma, er musste bereits zweimal operiert werden, derzeit liegt er im künstlichen Koma. Sein Körper wurde heruntergekühlt, um das Gehirn zu entlasten. Die Ärzte stellten Blutergüsse im Schädelinnern, Gehirnprellungen und Schwellungen im Gehirn fest.

cf
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