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Novum in der Bundesliga: Hoffenheim freut sich - Köln kommt ohne Fans

Die Fans des 1. FC Köln gaben in der Fußball-Bundesliga zuletzt verstärkt Anlasse zu Ärger - vor allem bei rheinischen Derbys. Nun greift der DFB durch und verhängt eine Strafe, die es so noch nie gab in der Bundesliga: Kein FC-Fan darf sich das Spiel bei Hoffenheim anschauen.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat im Fall von Zuschauerausschreitungen beim 1. FC Köln hart durchgegriffen. Die Kölner müssen ihr Bundesliga-Auswärtsspiel am 10. April bei 1899 Hoffenheim ohne eigene Fans bestreiten, wie das Sportgericht am Dienstag urteilte. Eine derart drastische Strafe gab es in der ersten Liga noch nie gegen einen Verein. Der Verein wurde zudem zu einer Geldstrafe in Höhe von 30.000 Euro verurteilt.

Damit ahndete das Gremium "unsportliches Verhalten seiner Anhänger in fünf Fällen". Die Steh- und Sitzplätze im Gästeblock der Rhein-Neckar-Arena von 1899 Hoffenheim haben in dieser Begegnung frei zu bleiben, hieß es. Außerdem muss der 1. FC Köln Schadenersatz in Höhe des zustehenden Kartenkontingents an den badischen Liga-Konkurrenten leisten. Der 1. FC Köln hat dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. "Wir haben diesem Urteil zugestimmt und haben damit das Worst-Case-Szenario eines Teil- oder Vollausschlusses unserer Fans bei Heimspielen vermieden", sagte FC-Manager Michael Meier.

Knallkörper und Feuer bei fünf Spielen

In fünf Spielen wurden im Kölner Zuschauer-Block unter anderem pyrotechnische Gegenstände wie Knallkörper oder Bengalische Feuer gezündet, bemängelte das Sportgericht, zuletzt am vergangenen Freitag beim Spiel gegen Borussia Mönchengladbach.

Am Montag hatte der DFB bereits für ein Novum gesorgt und verfügt, dass an Fans des 1. FC Nürnberg bei zwei Auswärtspartien keine Stehplatztickets und nur personalisierte Sitzplatzkarten verkauft werden dürfen. Dies war die Strafe für die Gewaltausbrüche von "Club"-Fans während des Spiels am 27. Februar beim VfL Bochum. In Freiburg am 17. April und in Hamburg am 1. Mai müssen die Franken ohne die Unterstützung ihrer Anhänger auskommen.

DPA / DPA

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