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Was plant die Torhüter-Legende?: Oliver Kahn spricht über einen neuen Job beim FC Bayern – und wird überraschend konkret

Wird Oliver Kahn beim FC Bayern Nachfolger des Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge? Uli Hoeneß bestätigte jüngst das Interesse des Rekordmeisters – nun äußerte sich auch der "Titan".

Oliver Kahn

Oliver Kahn und Karl-Heinz Rummenigge: Beerbt die Torhüter-Legende den Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern?

DPA

Der FC Bayern ist auf der Suche nach neuem Personal: Präsident Uli Hoeneß wird irgendwann in Rente gehen, Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge ebenso – und dann brodelt die Gerüchteküche ohnehin seit einer ganzen Weile, weil nicht alle Beobachter restlos überzeugt sind von der Arbeit des Sportdirektors Hasan Salihamidzic; auch wenn man für diese Kritik beim Rekordmeister wenig Verständnis aufbringen möchte und nicht müde wird, zu betonen, welch hervorragenden Job "Brazzo" mache.

Bezüglich der Rummenigge-Nachfolge wird es nun offenbar sehr konkret. Eine Vorentscheidung pro Chefanwärter Oliver Kahn (49) ist laut Deutscher Presse-Agentur wohl schon gefallen. Der Ex-Kapitän sei Hoeneß' Wunschkandidat. Kahn soll demnächst eine Probezeit antreten. "Oliver Kahn würde ein Jahr bei uns normales Vorstandsmitglied. Da hat man Zeit, sich zwölf Monate zu beschnuppern", berichtete Hoeneß vor einer Woche in der Sendung "Doppelpass" auf Sport1 . Danach hieße es "ja oder nein".

In die gleiche Kerbe schlug jüngst die "Welt": "Im Gegensatz zu Ex-Kapitän Philipp Lahm, mit dem die Verhandlungen über ein Engagement in der Vergangenheit geplatzt waren, verfüge Kahn über wesentlich mehr wirtschaftliche Erfahrung", schreibt das Blatt. Und zitierte dann Hoeneß' Satz: "Er ist ja auch zehn Jahre älter als Philipp. Ich glaube, er könnte sich das vorstellen."

Nun äußert sich Oliver Kahn – und wird konkret

Das Problem an den bisherigen Diskussionen war: So richtig konkret hatte sich Oliver Kahn öffentlich noch nicht über das Interesse des FC Bayern geäußert. Bis jetzt. Denn nun zitiert ihn die "Passauer Neue Presse": "Ich kann mir das durchaus vorstellen", sagte der "Titan" zur Tageszeitung. Und wurde auch überraschend konkret bezüglich der Formalitäten: "Man darf dabei nur nicht vergessen, ich bin seit zehn, elf Jahren nicht mehr dabei und ich habe mir in diesen Jahren vieles aufgebaut, das eine oder andere Unternehmen gegründet, habe Verantwortung für Mitarbeiter und kann nicht Knall auf Fall sagen, ich mache damit Schluss und werfe alles weg und stehe da jetzt zur Verfügung. Darum ist es auch eine Form des Übergangs, die ich mir sehr, sehr gut vorstellen kann und die auch übrigens von mir angeregt war, weil ich glaube, dass ich mich immer sehr gut einschätzen kann."

Kahn ist seit seinem Karriereende nicht nur als TV-Experte präsent, sondern auch als Geschäftsmann aktiv. Unter anderem gründete er die Firma "Goalplay", die Torhüter mit gezieltem Training fördert und sie mit dem passenden Equipment ausstattet. Sitz der Firma ist übrigens München – Kahn blieb der bayerischen Landeshauptstadt auch nach seiner aktiven Zeit treu. Das würde es erleichtern, sich in einer Übergangsphase gleichzeitig sowohl um die eigenen Geschäfte als auch um den FC Bayern München zu kümmern ...

Quellen: "Passauer Neue Presse" / "Die Welt" / dpa

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